Teil eines Werkes 
5. bis 14. Bändchen (1853)
Entstehung
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führte, ein Opfer nieder, und bald hatte er die Phalanr durchbrochen.

Das erſchlaffende Gefühl der Feigheit war Orlow in ſeinem ganzen Leben unbekannt geweſen, und den⸗ noch übermannte es ihn jetzt.

Aber Marfa betrachtete ihn, und es war ihm, als ſchleudere ſein eigenes Gewiſſen durch ſie ſeine Verach⸗ tung in ſein Herz hinab; aber nicht blos das... derje⸗ nige, der ihn angriff, war auch ſein eigener Bruder; deß⸗ halb entſank ihm der Muth und er entfloh.

Andreas verfolgte ihn. Dieſe ungeſchlachte Natur überlegte und wußte jetzt nicht mehr, was ſie that. Er gehorchte der Stimme in ſeinem Innern, wie das Segel⸗ boot dem Winde gehorcht und ſich von ihm forttreiben läßt. So drang er immer weiter, ohne zu bedenken, wohin.

dlbin war nach der Treppe zu einem obern Stock

eeilt. 1 Rettet mich! erſcholl es dumpf, während er ſich immer mehr entfernte, rettet mich!

Andreas folgte ihm Schritt für Schritt, ſeinerſeits ver⸗ folgt von den Polizeidienern.

Auf ſeiner Flucht erinnerte ſich Orlow an das Zim⸗ mer Nr. 51, daſſelbe, das er in ſeinem Schreiben an Döring als den Ort eines Rendezvous mit einem Freunde bezeichnet hatte. Hieher beſchloß er zu fliehen, hier wollte er ſich retten.

Er, der ſich niemals gefürchtet, nie vor einer Ge⸗ fahr ſich zurückgezogen, ſondern ſolche eifrig geſucht hatte, um ſie dann auf kluge Art für ſeine Intereſſen auszu⸗ beuten, welche entſetzliche Angſt empfand er nicht in dieſem Augenblick!

Aber wenn er ſich vorher nicht fürchtete, warum fürchtete er ſich jetzt?

Es gibt Etwas, was ſeit dem Kampf zwiſchen Cain und Abel ganz beſonders entſetzlich auf alle Sprößlinge

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