Teil eines Werkes 
5. bis 14. Bändchen (1853)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

656

Keine Belohnung, Herr, antwortete Niſchsky. Ich verdiene keine.

Wie ſo?

Erbittert ballte Orlow ſeine Fauſt; Zorn flammte aus ſeinem Geſichte.

Verſtehe ich Dich recht? Sollten Marfa und Andreas noch frei ſein?

Gnädiger Herr Graf, es iſt nicht meine Schuld. Wie Sie mir befahlen, begab ich mich mit zwei bedeck⸗ ten Wagen und genügender Mannſchaft auf den Weg. Wir waren muthig und munter, weil wir wußten, was wir zu thun hatten, und wir thaten uns vorher noch in der erſten beſten Schenke gütlich. Es koſtete mich mein ſchönes Geld, Herr Graf, aber ich glaubte damals, nie würden es mir erſetzen; jetzt kann ich es nicht mehr hoffen.

Sei nicht ſo umſtändlich, ſondern faſſe Dich ſo kurz als möglich. Ihr waret auf dem Weg, ſagſt Du?

Mehr als auf dem Weg, Herr, wir waren be⸗ reits halbwegs und ſogar noch weiter, als wir einem von Strelna herkommenden Wagen begegneten. Sie wiſſen, Herr Graf, daß wir unſere Augen bei uns ha⸗ ben, wenn wir draußen ſind. So ſchauten wir auch jetzt in's Innere des Wagens hinein, und glaubten zu unſerer Freude ſogleich Niemand anders als Marfa ſelbſt und Ihren Bruder darin zu entdecken. Bums halt, gnädiger Herr Graf, und im Nu war der Wagen umringt.

Nun... und dennoch.

Und dennoch ſind ſie uns entwiſcht. Es iſt ein Wunder, gnädiger Herr Graf, aber Marfa iſt ja auch eine Hexe... Wie geſagt, wir hatten ſte alle Beide. Ihr Bruder, Herr Graf, wollte zwar aus dem Wagen ſpringen, aber wir wußten, wie heftig er iſt, und gaben es nicht zu. Alles ging vortrefflich. Ich hatte ein Paar Schraubenſchlöſſer mitgenommen und war juſt be⸗ ſchäftigt, ſie an den Wagenſchlägen zu befeſtigen, da

ge un

im

ge wi

mi

in He al⸗

kor