Wns wir zu ſagen haben, iſt von der höchſten Wich⸗ tigkeit.
3 Die Kaiſerin begab ſich in einen abgelegeneren Theil des Zimmers.
— Was wollen Sie, Markow? Sprechen Sie... ich höre Sie...
— Wollen Ew. Majeſtät ohne alle Opfer, ohne alles Blutvergießen, ohne allen Krieg Finnland und Schweden unter Ihren Scepter bringen?
— Ob ich will? ſagte ſie.
Die Kaiſerin richtete ihr Haupt empor. Ein Zug von Entſchloſſenheit und Strenge kam zum Vorſchein. Das kaum noch ſo matte und welke Geſicht der Kaiſerin gewann wieder Leben und Farbe
— Ew. Majeſtät brauchen blos zu befehlen; ſagte Subow; Markow's Vorſchlag iſt vortrefflich.
— Erklären Sie ſich, meine Herren.
— Der König von Schweden iſt hier.
— Nun ja 2
— Der Herzog Regent befindet ſich ebenfalls hier.
— Nun und dann?
— In fünf Minuten ſind ſie... wenn Ew. Majeſtät erlauben, gefangen und hinter Schloß und Riegel ge⸗ bracht.
— Ah!
Diejer kurze Ausruf war die einzige Antwort der Kaiſerin.
— Im Gefängniß ſchreiben wir ihnen diejenigen Ge⸗ ſetze vor, die uns gut dünken. Der König hat Ew. Ma⸗ jeſtät ſchwer beleidigt und der Aufruhr, der ſo eben im Schloß ausgebrochen iſt, dürfte ebenfalls auf ihre Rech⸗ nung geſchrieben werden. Sie ſind vollkommen berechtigt; was antworten Ew. Majeſtät? 4
Die Augen der Kaiſerin wanderten von Subow auf Markow und wieder von Markow auf Subow.
— Ew. Majeſtät antworten nicht? 4 Ein unerwartetes dumpfes Gemurmel unter denjeni⸗


