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Danilowna höͤrte die Aeußerung der Kaiſerin mit Schrecken an. Sie gehörte zu den kleinlichen Naturen, die mit vieler Einbildung Bosheit und Feigheit, Haß und Aengſtlichkeit vereinigen.
— Gott gebe, fügte Willanow hinzu, daß er nicht, nachdem er jetzt die Hoffnung verloren hat, auf die er ſo großen Werth legte, etwas Böſes anſtelle.
— Gegen mich?
Danilowna ſperrte die Augen auf.
— Warum nicht, Ew. Majeſtät? Der Haß iſt immer ein gefährlicher Feind. Eine Hofrevolution kann nie einen beſſeren Chef haben als einen gefallenen Günſt⸗ ling. Es iſt gefährlich, Ew. Majeſtät, ihn auf ſeinem Platz zu laſſu⸗ Aber à propos, darf ich die Frage wagen, in welcher Abſicht Ew. Majeſtät Döring ſuchen ließen?
— Ich will es Dir ſagen.
Ein ſchrecklicher Lärm, Geſchrei und Drohungen,
Waffengetöſe und Flüche ließen ſich jetzt in einiger Ent⸗ fernung vernehmen.
— Still! rief die Kaiſerin.
— Um's Himmels willen, was ſoll das bedeuten?
— Höre... das Getöͤſe erſtirbt dort... es nimmt wieder zu. Danilowna...
Danilowna zitterte und war leichenblaß.
— Eile hinaus und ſieh, was es iſt.
— Ich will gehen, ich, Ew. Majeſtät, erklaͤrte Willanow. Ich fuͤrchte Nichts.
— Du bleibſt bei mir; geh, Danilowna, geh!
Danilowna gehorchte.
Aber Danilowna war kaum hinausgekommen, als der Lärm noch ärger wurde. — Revolution... rief ſie, als ſie kaum das Zim⸗


