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ihr, um die nothwendigen Aufſchlüſſe zu erhalten. Wir wiſſen, wie Willanow ſie empfing. Die Antwort... zumal in der Faſſung, wie dieſe Botin ſie überbrachte ... verdroß die Kaiſerin und veranlaßte ſie, die Bot⸗ ſchaft zu erneuern. Danilowna ſalzte jedoch jedesmal die Antworten noch ſtärker. Bei der letzten, als Willa⸗ now ſich weigerte zu kommen, wurde die Kaiſerin von tiefem Unmuth erfaßt.
Sie erhob ſich mit mehr Kraft, als man ihr in ihrer Lage zugetraut hätte.
— Stuͤtze mich, Danilowna, ſagte ſie, ich will mit Willanow ſprechen.
Daß die Kaiſerin ſich weder einer entnervenden Lethargie überlaſſen, noch lange mit zaghaften Ueber⸗ legungen abgegeben hatte, geht daraus hervor, daß kaum eine halbe Stüunde nach dem Aufbruch aus dem Thron⸗ ſaal verfloſſen war, als ſie bereits in Alexandra's Ge⸗ mächer eintrat.
Der Arzt war inzwiſchen bei der Prinzeſſin ange⸗ langt, deren Lage ſich indeſſen immer mehr verſchlim⸗ merte.
Ein nervös⸗ hyſteriſcher Anfall um den andern er⸗ ſchütterte ſie.
Ueber die ſchönen Lippen war früher nie etwas Anderes gekommen, als Gute und Herzlichkeit, Milde und Innigkeit; jetzt erſcholl ein ſpasmodiſches Hohn⸗ gelächter um das andere von ihnen.
Der Arzt war noch beſchäftigt, das zu beobachtende Regime vorzuſchreiben, und Willanow ging ſtill im äußeren Zimmer auf und ab, als die Kaiſerin eintrat.
Krank, aufgeregt und erzürnt, hatte ſie etwas Schreckliches in ihrer Erſcheinung.
— Warum biſt Du meinem Befehl nicht nachgekom⸗ men? fragte die Kaiſerin.
— Ew. Majeſtät Befehl? wiederholte Willanow verwundert. Ich weiß nicht, was Ew. Majeſtät meinen.
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