Maßregeln zu ergreifen, die ihr Zuſtand nothwendig machte.
Eine neue Botſchaft kam von der Kaiſerin mit einer neuen Anfrage. Mit Alexandra beſchäftigt, hörte ſie ebenſo wenig, wer fragen ließe, als was die Frage eigentlich betraf.
— Ich habe keine Zeit für Sie, antwortete ſie blos... verlaſſen Sie mich, ich weiß Nichts.
Mit boshafter Zufriedenheit lächelte die Perſon über dieſe unpaſſende Antwort, machte jedoch keine Bemer⸗ kungen, ſondern verließ ſie mit einem beinahe teufli⸗ ſchen Grinſen.
Alexandra's Leiden war das Einzige, auf was Willanow hörte und ſah.
Der Krampfanfall hatte ein periodiſch wiederkeh⸗ rendes wildes und ſchauerliches Lachen in ſeinem Gefolge.
Willanow war außer ſich. Die Kaiſerin oder Ale⸗ randra's Eltern, die ſelbſt durch das Vorgefallene ſo tief aufgeregt waren, in Kenntniß zu ſetzen, daran dachte ſie gar nicht. Sie ſchickte nach einem Arzt.
Inzwiſchen kam die dritte Botſchaft von der Kaiſe⸗ rin mit dem Befehl, daß Willanow ſich ſogleich bei ihr einſtellen ſolle; aber da ſie immer noch nicht wußte, wo ihr der Kopf ſtand, ſo antwortete ſie, ſie könne nicht kommen.
Die Botin, die auch diesmal Niemand anders war als der weibliche Hofnarr, die ſogenannte Matrone Da⸗ nilowna, ſtarrte ſie ebenſo verwundert als zufrieden an und entfernte ſich mit einem widerlichen Lachen.
Danilowna hatte den Spott nie vergeſſen können, der auf Armfelts Veranſtaltung im Pavillon des Parkes beim tauriſchen Palaſt mit ihr und Cazzioni getrieben worden war. Sie haßte im Stillen, aber deßhalb um Nichts weniger bitter, zuerſt Armſelt und dann alle Diejenigen, die in irgend einer freundſchaftlichen Bezie⸗ hung zu ihm ſtanden.
Döring war daher ſchon lange ein Gegenſtand


