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Der harte Schlag, der Alexandra traf, löste indeß auf einmal alle Bande, mit denen Willanow bisher ihren Kummer zu feſſeln vermocht hatte, und ſie brach in Thränen aus.
Die Thränen in Willanow's Augen wirkten wohl⸗ thuend auf die Prinzeſſin, die bis jetzt kalt und ſtumm geblieben war. Das Herz ſchwoll, die Gefühle lebten auf, die Bruſt hob ſich und es folgte eine Fluth von Thränen.
Aber Alexandra's Schmerz und Willanow's Kum⸗ mer waren von verſchiedener Art; die Erſtere hatte die Hoffnung verloren, der Letztern war dieſe geblieben. Das Unglück wird erſt dann vollkommen, wenn die Hoff⸗ nung uns im Stiche läßt.
Mit der Hoffnung verſchwindet die troſtvollſte Kraft, welche die Vorſehung in unſere Bruſt gelegt hat.
Noch rannen daher Willanow's Thränen, als die Augen der Prinzeſſin ſich bereits getrocknet hatten.
Das thränenvolle Auge zeugt von einem Kampf, der im Herzen zwiſchen der Hoffnung und dem Zweifel, das thränenloſe von einem Kampf, der zwiſchen dem Leben und dem Tod geführt wird.
Nachdem Alexandra's Thränen verſiegt waren, be⸗ kam ſie einen Krampfanfall.
Willanow erſchrack, als ſie ſah, wie das Geſicht der Freundin ſich verzerrte und wie ihre Glieder erſchüt⸗ tert wurden.
In dieſem Augenblick kam eine Perſon von der Kaiſe⸗ rin und fragte nach Döring.
Ohne zu wiſſen, was ſie that oder ſagte, und nur von Alexandra's leidendem Zuſtand in Anſpruch genom⸗ men, antwortete ſie ganz kurz, ſie wiſſe nicht, wo er ſei.
Mit einem Ausdruck höhniſcher Bosheit entfernte ſich die Perſon eilig.
Alexandra's Krampf währte fort.
Willanow ſührte ſie in ihr Schlafzimmer, um alle
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