Teil eines Werkes 
5. bis 14. Bändchen (1853)
Entstehung
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Dreizehntes Kapitel. Eine halbe Stunde ſpäter.

Erſchüttert von herzzerreißenden Gefühlen, war Alerandra an Willanow's Bruſt geſunken..

Aber auch Willanow hatte einen großen Kummer. Döring war verſchwunden. Willanow ließ ſich jedoch durch das Unerklärliche, was darin lag, nicht aus der Faſſung bringen; ſie beſchloß, alles Moͤgliche zu thun, um ſich zu beruhigen.

Während der Hof im Begriffe ſtand, ſich zu ver⸗ ſammeln, traf ſie Araktſchejew und vertraute ſich ihm ſogleich an.

Araktſcheiew war ebenſo verwundert wie ſie und

ſeine ſichtliche Ueberraſchung jagte ihre Angſt nur noch

mehr auf.

— Vielleicht hat er ſich zum König von Schweden oder zu Armfelt begeben, meinte Araktſchejew. In Folge ſeiner fruheren Verhältniſſe glaubt er ſich noch immer zur größten Ergebenheit gegen ſie verpflichtet. Ich will ihn aufſuchen und hoffe ihn zu treffen. Beruhigen Sie ſich inzwiſchen.

Araktſchejew ging.

Mit ungemindertem Kummer erwartete Willanow ſeine Wiederkehr und... er kam, aber ohne die min⸗ deſte Auskunft über Döring erhalten zu haben. Er war ſeit mehreren Tagen weder bei dem König noch bei Armfelt geweſen.

Dieſe Nachricht ſteigerte ihre Angſt noch mehr; aber was konnte ſie thun? Ihre Eltern wollte ſie nicht beunruhigen, Worowitſch war im Auftr g der Kaiſerin in Strelna und alle Uebrigen waren von dder Verlobung, die jetzt vor ſich gehen ſollte, in Anſpruch genommen, Sie verſchloß ihre Unruhe in ſich.

Der Fürſt. II. 41