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ſolle, denn ich will ihrem Gewiſſen keinen Zwang an⸗ thun und ſie mag ihre Religion immerhin ausüben; aber ich kann ihr das Recht nicht zugeſtehen, eine be⸗ ſondere Kapelle im Schloß einzurichten und Prieſter von hier mitzuführen; im Gegentheil muß ich, in Uebereinſtimmung mit den Geſetzen Schwedens, ver⸗ langen, daß ſie ſich in allen äußeren Ceremonien nach der Religion meines Vaterlandes richte.
So innig ſich der Herzog, Reuterholm und Mar⸗ kow über dieſe Antwort des Königs freuten, ſo ſtellten ſie ſich gleichwohl ebenſo verlegen, als verwundert. Sie mußten ihre Rolle zu Ende ſpielen.
Sie ließen es alſo nicht an dringenden Vorſtellun⸗ gen fehlen, in der Hoffnung, daß die Kaiſerin dieß er⸗ fahren werde, aber vergebens; Guſtav hielt ſich uner⸗ ſchütterlich an das Schreiben Flodin's, welcher den Un⸗ tergang der ſchwediſchen Kirche vorherſagte, wofern die griechiſche Eingang in Schweden erhielte.
Markow begab ſich nach dem Schloß zurück und meldete Subow, wie die Sachen ſtanden.
In der heftigſten Aufregung kam er jedoch bald wieder und erklärte, die Kaiſerin erwarte den König bereits im Thronſaal und man könne unmöglich mit ihr ſprechen.
Mit großer Lebhaftigkeit bemühte er ſich jetzt, den König zur Unterzeichnung des Dokuments zu vermögen. War dieß wohl eine Vorſichtsmaßregel, die er beobach⸗ ten zu müſſen glaubte, um ſich vor allen möglichen ſchlimmen Folgen ſicher zu ſtellen?
— Ich unterſchreibe nicht, erklärte der König, der hartnäckig auf ſeiner Meinung beharrte, ich will nicht, ich kann nicht.
Nichts vermochte ſeinen Entſchluß zu erſchüttern.
Erzürnt über den Betrug, den man ſich gegen ihn erlaubt, und über die Hartnäckigkeit, womit man ihm zuſetzte, begab er ſich in ſein inneres Kabinet und ver⸗ ſchloß die Thüre hinter ſich.


