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Was hatte ſich wohl bei Guſtav Adolph zugetra⸗ gen? Wir haben die ſchrecklichen Wirkungen ſeiner Weigerung, den Ehevertrag zu unterzeichnen, geſehen; aber was waren wohl die nächſten Urſachen dieſer Wei⸗ gerung?
Der Leſer kennt bereits die Abneigung des Königs gegen die griechiſch⸗ruſſiſche Confeſſion und er weiß auch, wie es gelungen war, dieſelbe auf's Aeußerſte zu ſtei⸗ gern. Hiezu kamen das am Abend vor der Verlobung ihm zugeſtellte Schreiben von Flodin, ſowie Bernsdorff's wiederholte offene Vorſtellungen über das Unglück, wel⸗ ches Schweden in Folge der Vermählung Johann's III. mit einer fanatiſchen Katholikin betroffen habe, und ſeine Bemerkung, daß es jedenfalls ein Hohn gegen einen ſchwediſchen König ſei, wenn ſeine Braut nicht ihrer Religion entſage und die ſeinige annehme, wäh⸗ rend doch Rußland unbedingt fordere, daß jede deutſche Prinzeſſin, die ſich mit einem ruſſiſchen Prinzen vermählte, ihre Confeſſion abſchwöre und die griechiſche annähme.
Man wagte es inzwiſchen nicht, den Vertrag zu früh zur Unterſchrift vorzulegen, weil man fürchtete, der König könnte ſich, wenn er Zeit zur Ueberlegung hätte, zur Nachgiebigkeit entſchließen, und deßhalb war man übereingekommen, ihn im letzten Augenblick zu überraſchen, damit der erſte Eindruck des Gefühls un⸗ mittelbar wirken ſollte.
Als Markow ankam, hatte der König bereits ſeine Toilette vollendet. Er wünſchte auch voll Ungeduld, bald zu dem Feſte eilen zu können, das ihn erwartete und ſein Herz mit inniger Sehnſucht erfüllte. Man hatte ihn verſichert, die Kaiſerin würde auf die religiöſe Frage kein großes Gewicht legen, und dieß hatte er auch aus den Beſprechungen, die er mit ihr über die⸗ ſen Punkt hatte, ſchließen zu können geglaubt. Es fanden ſich alſo keine Hinderniſſe vor und bei ſeiner herzlichen Neigung zu der einnehmenden Alexandra ſah


