Teil eines Werkes 
5. bis 14. Bändchen (1853)
Entstehung
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dem

und

Trotz der Schminke auf den Wangen der Kaiſerin, ſ man, daß ſie vor Mißvergnügen und Verdruß er⸗ laßte.

— Spute Dich, Subow, fügte ſie hinzu; wenn der König nicht ſchon da iſt, ſo ſchicke einen Boten ab und laß ihm ſagen, daß wir warten.

Durch Alexandra's jugendliche Bruſt zitterte ein Gefühl unendlicher Unruhe. Sie wußte ſo wenig als irgend eine andere Perſon, was um den Weg war; aber eine unheimliche Ahnung erfüllte ihren Buſen.

Ihr Bruder Alexander bemerkte die Aufregung des ſchwachen Mädchens und ergriff tröſtend ihre Hand.

— Beunruhige Dich nicht, Alerxandra, flüſterte er ihr zu. Guſtav wird bald hier ſein. Du weißt ja doch, wie ſehr er Dich liebt.

— Ja, ja.

— Sei alſo ruhig, liebe Schweſter.

Aber ungeachtet Alexander ſich mit einer Sicher⸗ heit ausſprach, welche der Prinzeſſin für einen Augen⸗ blick ihren Muth zurückgab, ſo füllte ſich doch ſeine eigene Seele mit Angſt und Verdruß.

Man hatte bereit eine Stunde gewartet.

Subow war zurückgekommen, hatte mit der Kaiſe⸗ rin einige Worte gewechſelt und ſich dann von Neuem hinaus begeben.

Die Kaiſerin vermochte ihre Ungeduld nicht länger zu beherrſchen. 1 Neeugierde und Verwunderung ſtand auf allen Ge⸗ ſichtern zu leſen.

— Was iſt vorgefallen? flüſterten die Damen un⸗ ter ſich.

— Iſt der König krank geworden? fragte man auf andern Seiten.—

— Wie kann dieſer winzige Schwedenkönig ſich unterſtehen, äußerte man weiter weg, die Selbſtbeherr⸗ ſcherin in ihrem Thronſaal mit ihrem ganzen verſam⸗ melten Hof warten zu laſſen?