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ben, glänzte die Stirne der Kaiſerin, die Augen der
Kaiſerin. Aus ihnen ſtrahlte die ſtolze Befriedigung der in ihren Berechnungen ſieghaften Monarchin; aber ſchöner noch als alles Andere waren Alexandra's ſchwär⸗ meriſche Blicke und erröthende Wangen. In ihnen las man die ſchöne Sage von der unſchuldsvollen Liebe und Hoffnung eines jungen Herzens.
Die ganze zahlreiche, glänzende Verſammlung hatte ihre Blicke auf dieſe beiden Damen geheftet, die hin⸗ wiederum unverwandt nach dem Eingang ſchauten,
durch welchen der König erſcheinen ſollte. Man erwar⸗
tete ihn jeden Augenblick.
— Ich werde, ſagte die Kaiſerin halb flüſternd zu Subow, meinem Gaſt alle mögliche Ehre und Aus⸗
zeichnung erweiſen; ſtehend werde ich ihn an meinem Throne empfangen.
— Um hernach deſto ruhiger auf demſelben zu ſitzen, fügte Subow hinzu.
Die Kaiſerin lächelte beifällig.
Alexandra hielt die Hand an ihrem Herzen. Dieſes Herz klopfte ja bereits ſo heftig; um wie viel heftiger mußte es nicht klopfen, wenn die Thüren aufgingen und Guſtav Adolph eintrat! Sie fürchtete ſich vor ihrem eigenen Gluck, vor ihrer eigenen Freude; ſie fürchtete, dieſe möchten den Blumenkelch ihres Herzens ſprengen, welchen die wärmſte Liebe bereits bis zum Rand mit dem reinſten, berauſchendſten Nektar gefüllt hatte.
Aber die Thüren gingen nicht auf, und der König
erſchien nicht. Warum zögerte er wohl? 1
— Iſt Markow noch nicht zurückgekehrt? fragte die Kaiſerin Subow.
— Noch nicht, Ew. Majeſtät.-
— Sonderbar, ſeltſam... erkundigen Sie ſich, oh man Nichts von ihm gehört hat.
Guſtav's Ausbleiben war ein Wolkenfleck an dem klaren Tropenhimmel; bedeutete es wohl Sturm und
Gewitter?


