und den ausgezeichnetſten Würdenträgern des Reichs,
den Thron eingenommen.
Aſiens verſchwenderiſche Pracht und Europa's raf⸗ finirter Luxus ſchienen ſich hier ein Rendezvous gegeben zu haben, nicht bloß um mit einander zu wetteifern, ſondern auch um ihren gegenſeitigen Glanz zu erhöhen. Rußland ſchien hier in einem einzigen Brennpunkt Alles zu vereinigen, was es an Reichthümern und Koſtbarkeiten beſaß. Der Anblick war wunderbar blendend.
Die Haare und Kleider der Kaiſerin ſchimmerten von Juwelen, und auf dem Kopf trug ſie eine Krone von Diamanten.
Der St. Alerander Newsky⸗, der St. Wladimir⸗ und der St. Katharinen⸗Orden prangten in einem Kreuz auf ihrer Bruſt.
Auf der einen Seite dieſes Kreuzes trug ſie den
St. Andreas⸗ und auf der andern den St. Georgs⸗ Orden.
Um den Thron her hatten die Mitglieder der kai⸗ ſerlichen Familie ihre Plätze. Rußland beſaß in ihnen unleugbar eine Zukunft und die ſichere Verheißung, daß ſeine Politik auf wundervolle Art die Bahn verfol⸗ gen werde, welche Peter ausgeſteckt und der Katharina eine europäiſche Bedeutſamkeit verliehen hatte.
Neben Alexandra hatte Alexander ſeinen Platz ein⸗ genommen.
Das Hoſperſonal ſtand der kaiſerlichen Familie an Pracht wenig nach. Sämmtliche Anweſende waren in boſtbare Stoffe gekleidet, die von Diamanten und Ju⸗ welen funkelten. Die Knöpfe, Schnallen, Degengriffe, Uhrketten, Epauletten und Ordensſterne der Herren, wie auch die Ohrenbehänge, Halsbänder und Aigretten
der Damen blitzten von ſtrahlenden Brillanten. e In Europa hat es keinen glänzenderen Hof ge⸗ geben.
Aber mehr als Alles, was wir hier beſchrieben ha⸗


