Teil eines Werkes 
5. bis 14. Bändchen (1853)
Entstehung
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ihm ein zauberhaftes Ausſehen, das noch erhöht wird

durch die ſchönen Billen und Dörfer, die rings umher zerſtreut liegen, ſo wie durch den lebhaften Verkehr auf der vorbeiziehenden Straße.

Hoch erheben ſich die Mauern des Schloſſes über die Gegend, aber die Gefahr, darunter begraben zu werden, hält den Wanderer ab, die Zinnen zu beſteigen, wenn er auch ſonſt wünſchen möchte, die herrliche Aus⸗ ſicht von ihnen herab zu genießen.

Das Schloß beſitzt keine alte Geſchichte, aber nichts⸗ deſtoweniger hat der Aberglaube hier, wie auf allen ver⸗ laſſenen Burgen, allmälig ſeine eigene Geſchichte geſchaf⸗ fen und feſtgehalten, ſo daß der gemeine Ruſſe nicht an den Ruinen vorbeigeht, ohne das Zeichen des Kreuzes zu machen.

Eine einzige Perſon fürchtete inzwiſchen die roman⸗ tiſche Einſamkeit des Platzes nicht, und dieſe einzige Perſon war Marfa. Vielleicht trug auch juſt der Um⸗ ſtand, daß ſie hier ihren Wohnſitz wählte, nicht wenig dazu bei, ihr das große Anſehen als Wunderthäterin zu verſchaffen, das. ſie ſich in ſo kurzer Zeit erwarb.

Es iſt nicht unſere Abſicht, auf eine genaue

Beſchreibung ihrer ganzen Wirkſamkeit einzugehen, nach dem, was wir bereits erzählt haben, muß man beinahe annehmen, daß ſie ſich ihrer Rolle, wenn ſie auch allerdings viel Gutes in derſelben ausführte, haupt⸗ ſächlich dazu bediente, um zu verbergen, wer ſie wirk⸗ lich war, und worin ihre eigentlichen Abſichten be⸗ ſtanden.

Ihr Ruf wuchs inzwiſchen ſo ſchnell, daß ſie we⸗ nige Monate, nachdem ſie ihren Wohnſitz in den Rui⸗ nen aufgeſchlagen, die Aufmerkſamkeit der ganzen Haupt⸗ ſtadt und Umgegend auf ſich zog. Ihre unerklärliche, aber glückliche Art, Krankheiten zu heilen, die Klugheit ihrer Rathſchläge und die vorausblickende Weisheit ihrer Prophezeiungen, verbreiteten ſich von Mund zu Mund und riefen allenthalben Staunen und Verwunderung

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