Teil eines Werkes 
5. bis 14. Bändchen (1853)
Entstehung
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din beim Arm, damit ſie wenigſtens nicht getrennt wer⸗ den ſollten.

O, wie wünſchte ſie, daß ſie Beide weit, weit von hier weg wären!

Die Volksſtrömung begann ſich zwar wieder zu ordnen und nach einer Richtung hinzuziehen; aber durf⸗ ten ſie ſich wohl von ihr fortreißen laſſen 2

Willanow, der es in ſchweren und mißlichen Augen⸗ blicken gewöhnlich nicht an Faſſung fehlte, wußte gleich⸗ wohl jetzt keinen Rath.

Unerfahren, ſchutzlos, ſchwach, mitten in eine ver⸗ worrene, wimmelnde Volksmaſſe gemengt, begann ſie, und darüber wird man ſich wohl nicht wundern, ihren Muth zu verlieren.

Ein Stück weit ging ſie ganz willenlos mit.

Ihre Erzählung, welche Alerandra vorher ſo ſehr aufgeregt, die Angſt, welche der unbekannte Reiter ihr eingeflößt, und endlich die Lage, worin ſie ſich jetzt be⸗ fand, Alles dieß trug dazu bei, die letzten Kräfte der jungen, zarten Prinzeſſin zu erſchöpfen.

Ich bin muͤde, flüſterte ſie dem Fräulein zu, ich will ausruhen.

Stützen Sie ſich auf meinen Arm, Hoheit, aber laſſen Sie uns nicht ſtehen bleiben.

Ich vermag nicht mehr.

Wohin ſollte Willanow ſich wenden? Verzweiflungs⸗ voll blickte ſie um ſich.

In dieſem Augenblick hörte ſie ein ſchreckliches, verworrenes Getöſe und Gelärm hinter ſich.

Einige betrunkene Ruſſen, die ſich lediglich den bachanaliſchen Eingebungen ihres berauſchten Gehirns hingaben, tobten ſingend und lärmend einher und grif⸗ fen Jedermann an, der ihnen in den Weg kam.

Das Getöſe kam immer näher.

Willanow hätte ſich gerne den Ruheſtörern entzie⸗ hen mögen, aber die Prinzeſſin vermochte ſich kaum mehr fortzuſchleppen.