Teil eines Werkes 
5. bis 14. Bändchen (1853)
Entstehung
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zu Willen, weil die Befehle des guten Fräuleins immer wie freundliche Bitten klangen.

Andreas ließ den Wagen nicht aus den Augen, ſondern folgte ihm wie ſein Schatten, und als die Unordnung im Zug entſtand, war es ein ganz natür⸗ licher Einfall, daß er zu dem Kutſcher ritt und fragte, wer darin fahre.

Einen Theil des Geſprächs haben wir bereits an⸗ geführt.

Andreas hatte nach der letzten Antwort des Kut⸗ ſchers bei ſich ſelbſt überlegt, was er thun follte.

Ein Mädchen in Strelna zu entführen, ſie vielleicht ſogar aus der Gewalt, der wegen ihrer Frömmigkeit und Weisheit beinahe gleich einer Heiligen verehrten Marfa zu reißen, ein ſolcher Auftrag hatte ſeine be⸗ denklichen Seiten. Die Sache mußte wenigſtens ein un⸗ erhörtes Aufſehen erregen, und wenn er auch die Ueber⸗ zeugung hegte, daß ſein Bruder den Lärm allmählig wieder zum Schweigen bringen könnte, ſo war es doch jedenfalls am Allerbeſten, ihn zu vermeiden.

Eine gute Idee war auch bei dem redlichen Andreas aufgetaucht, und er freute ſich ſchon zum Voraus innig darüber.

Geſtützt auf die Polizeikarte, die er von Iwan er⸗ halten hatte, konnte er über den Kutſcher gebieten. Der Kutſcher durfte, wenn er dieſes Patent vor ſeinen Au⸗ gen ſah, nicht einmal zu mucken wagen. Andreas hatte bereits die Wirkung bemerkt, welche die Karte her⸗ vorrief, und warum ſollte er ſich nicht ihrer wunder⸗ baren Macht in ausgedehnterem Grade bedienen, und dem Kutſcher befehlen, an Strelna vorbei bis nach Petersburg zu fahren? Die Mädchen würden vielleicht dieſen Betrug erſt merken, wenn man ſchon weit vom Schloſſe entfernt wäre.

Andreas ſprach nicht viel, außer in den Augen⸗ blicken, wo er von heftigen Leidenſchaften aufgeregt, nicht zu ſchweigen vermochte; aber er dachte beſtaͤndig,