Teil eines Werkes 
5. bis 14. Bändchen (1853)
Entstehung
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5,.

ſie ſich zur ſelben Zeit mit ihr in Rom und Livorno auf; daruͤber habe ich inzwiſchen Marfa nie gefragt. Was im Gefängniß vorging, das konnte ja Alexandro⸗ witſch ihr erzählt haben.

Alexandra ſeufzte. Sie hatte nichts mehr einzu⸗ wenden. Langſam ſank ſie wieder zurück.

Aber ſie wollte für die ſtillen Wünſche ihres Herzens kämpfen und ſie erhob ſich noch einmal.

Aber mein Gott, Willanow, erinnerte ſie jetzt, Du haſt hier von dem Fürſten Orlow geſprochen, und er iſt doch eine ganz andere Perſon als Graf Orlow, vor welchem Marfa gleichwohl in Warſchau ſo großen Schrecken zeigte. Was kann der Graf mit all dem zu ſchaffen gehabt haben? das begreife ich nicht.

Willanow antwortete nicht ſogleich.

Du ſiehſt wohl ein, Willanow, wenn Marfa auch vor dem Fürſten Orlow wegen der Art und Weiſe, wie er ihre Freundin behandelte, Unwillen und Entſetzen hegen konnte, ſo iſt damit noch nicht geſagt, daß ſie auch den Grafen Orlow haſſen müßte..

Sie ſind ſcharffinniger als ich, Ew. Hoheit, und ich muß geſtehen, daß auch ich dieſen Umſtand nicht recht erklären kann. Marfa verabſcheute vielleicht we⸗ niger die Perſon, als den Namen.

Die, wenn auch entfernte, aber dennoch vor Alexan⸗ dra's Einbildungskraft ſchwebende Aehnlichkeit zwiſchen Tarrakanow's und ihrem eigenen Schickſal, hatte die junge Prinzeſſin wirklich nachdenklicher gemacht, als ſie ſonſt war.

Die Politik war es, die Tarrakanow's Herz zermalmt hatte! ſollte die Politik wohl auch Alerandra's Herz zermalmen?

Während dieſes Geſprächs war man immer näher zu Strelna gekommen. Schon ſah man in der Ent⸗ fernung die weißen Mauern des verfallenen Schloſſes,