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zu verbergen, die ſich unwiderſtehlich in ihre Augen drängte.
Alerandra's Unruhe nahm zu, je weiter Willanow kam. Sie wußte zwar nicht, wohin die Erzählung des Fräuleins führen würde, aber ſie ahnte und zitterte.
— Fahr' fort, fahr fort, bat ſie.
— Livorno, fuhr Willanow fort, wetteiferte mit Rom, um die Prizeſſin zu feiern. Ihre Schönheit war fürſtlich, ihre Zukunft nicht minder. Jubelnd umgab das Volk ihren Wagen, wenn ſie ausfuhr. In den Theatern vergaß man das Schauſpiel, um nur ſie zu betrachten. Alle Kreiſe ſprachen nur von ihr; alle Zeitungen waren nur mit ihrem Preiſe beſchäftigt. Die italieniſche Lebhaftigkeit bewegte ſich mit Enthuſiasmus in ihren Fußtapfen. Jeder Augenblick war ein Triumph für ſie, wurde aber vergeſſen über dem nächſten Augen⸗ blick, der ihr einen noch größern ſchenkte. Welches Weib kanie ſich ſtolzer und durch ihre Liebe beglückter fühlen, als ſie?
Orlow ſprach von keinem Beſuch auf der Flotte, aber die Officiere derſelben umgaben die Prinzeſſin und ihn unaufhörlich, und thaten Alles, um Beide zu ver⸗ herrlichen.
Keinem Menſchen konnte die Zukunft ſo zauberiſch entgegenlächeln wie ihr. Ihr Herz beſaß Alles, was es wünſchte. Ihrer ſtolzen Eitelkeit wurde von allen Seiten her geſchmeichelt, ihre Hoffnungen träumten ſich bereits auf einem der mächtigſten Throne Europa's.
Aber je mehr ſie ſich verherrlicht ſah, um ſo ſtärker erwachte ihre Neigung, vorwärts zu eilen. Der Zauber⸗ wirbel, in welchen ſie hineingekommen war, ſollte ſie in die Tiefe hinabziehen.
Eines Tags bat ſie ihren Gatten aus eigenem An⸗ trieb, er möchte mit ihr die ruſſtſche Flotte beſuchen. Das Blut der Czaren floß in ihren Adern. Sie träumte von nichts Geringerem, als daß ſie mit ihrer Jugend,


