Teil eines Werkes 
5. bis 14. Bändchen (1853)
Entstehung
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machen, und deßhalb bin ich hierher gekommen. Sie kennen die Macht und den Einfluß des Fürſten Orlow?

Er iſt einer der Günſtlinge der Kaiſerin.

Dieß ſcheint ſo, verhält ſich aber in Wirklich⸗ keit ganz anders. Wie manche hochgeſtellte Männer ſind nicht genöthigt, einer Perſon zu huldigen, die ſie haſſen? Orlow haßt die Kaiſerin, und er hegt keinen ſehnlicheren Wunſch, als ſie zu ſtürzen.

Orlow! 1

Ich habe dieſen Namen ausgeſprochen, und ich weiß eine Art, wie Sie unauflöslich Ihre Intereſſen mit den ſeinigen verknüpfen könnten.

Sagen Sie mir das... ſagen Sie mir das.

Tarrakanow war hingeriſſen; wie nahe glaubte ſie nicht dem Throne zu ſtehen! und dennoch zitterte der Boden unter ihr.

Wollen Sie ſich mit ihm verbinden, ihm Ihr Herz und Ihre Hand ſchenken? Dann werden Sie die Revolution bald ausbrechen ſehen, welche Sie zum Throne führen wird.

Der Thron war ſo lange Tarrakanow's einziger Gedanke geweſen; ſie ſchwankte jedoch bei dieſem Vor⸗ ſchlag, weil ſte ein Weib war. Das Anerbieten glänzte indeß wie ein Helenenfeuer lockend und verführeriſch. Ihre Unſchuld und Unerfahrenheit geſtatteten ihr nicht, an einen Betrug zu denken.

Als der Officier ſie verließ, brachte er Orlow die Erlaubniß der Prinzeſſin, ihr einen Beſuch abzuſtatten.

Orlow hielt ſich bei der ruſſiſchen Flotte auf, die damals im Mittelmeer lag.

Er ließ nicht lange auf ſich warten.

Die glänzenden Luftgebilde der Macht entwickelten inzwiſchen all' ihre ſchmeichleriſchen Phantasmagorieen vor der unglücklichen Tarrakanow. Geblendet gab ſie ſich ihnen hin.

Orlow kam endlich in Rom an. Willanow verſtummte hier, um Athem zu ſchöpfen.