Teil eines Werkes 
5. bis 14. Bändchen (1853)
Entstehung
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Prinzeſſin, jung, unerfahren und gut, ließ ſich von ſei⸗ nen Aeußerungen rühren, ſo daß ſie ihn als ihren von einer gütigen Vorſehung geſandten Retter betrachtete.

Alexandra lauſchte der Erzählung Willanow's mit ſolcher Aufmerkſamkeit, daß ſie kaum Athem zu ſchö⸗ pfen wagte.

Mein Gott, Willanow, ſollte auch er ein Be⸗ trüger geweſen ſein?

Ribas, Ew. Hoheit, hatte die Gewalt, die er über Tarrakanow gewonnen, kaum bemerkt, als er, auch ſchon einen neuen Schritt that, der mit dem verabrede⸗ ten Plan übereinſtimmte..

Wenn Sie mir erlauben, ſagte er, könnte ich Ihnen die Ausſicht auf eine glänzende, an Ehre und Macht reiche Zukunft eröffnen.

Tarrakanow wurde Schritt für Schritt in die Falle gezogen, die man ihr ſtellte.

Die Ruſſen, ſprach er weiter, ſind mit der Kaiſerin Katharina unzufrieden. Ein noch geheimer, aber weit um ſich greifender Aufruhr ſteht dem Lande bevor. Die Nation iſt mächtiger, als jeder Regent, wenn ſie es ſein will; aber die Klugheit gebietet, das Alte nicht wegzuwerfen, bevor man weiß, was man von der Zu⸗ kunft zu erwarten hat. Im gegenwärtigen Augenblick ſchaut ſich das ruſſiſche Volk auch nur nach einer Per⸗ ſon um, die, von dem alten Geſchlecht der Czaren ab⸗ ſtammend, mit dem Recht der Legitimität und den Sym⸗ pathieen des Volkes ausgeſtattet, bereit ſtände, an die Spitze der Regierung zu treten.

Tarrakanow wagte kaum zu glauben, was ſie hörte. Alle Vorſpiegelungen Radziwill's ſchienen ſich ja jetzt auf einmal zu einer Wirklichkeit geſtalten zu wollen.

Ew. Hoheit, fuhr der Officier gegen Tarraka⸗ now fort, in Ihnen erblickt Rußland ſeine Zukunft, aber Sie können ſich Ihren Weg dazu nicht allein bah⸗ nen. Ich habe Ihnen indeß einen Vorſchlag zu

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