Teil eines Werkes 
5. bis 14. Bändchen (1853)
Entstehung
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obſchon ſie manchmal durch politiſche Gründe gezwungen wird, anders zu handeln, als dieſes gebietet.

Alſo wie Sie wollen, Hoheit. Ich ſagte, daß es ſich jetzt darum handelte, die arme Tarrakanow ge⸗ fangen zu nehmen und nach Petersburg zurückzuführen.

Das ſagteſt Du.

Die Prinzeſſin wohnte in Rom, und obſchon ihre ökonomiſche Lage ſehr kümmerlich war, ſo dachte ſie doch an nichts Geringeres, als, geſtützt auf ihre Ge⸗ burt, früher oder ſpäter den Thron der Czare zu beſtei⸗ gen, eine Idee, welche Radziwill zuerſt in ihr geweckt hatte. Eines Tags meldete ſich bei ihr der nunmehrige Hofnarr der Kaiſerin.

Welcher? Lambro Cazzioni?

Lambro Cazzioni iſt, wie Ew. Hoheit wiſſen dürften, zuerſt Seeraͤuber geweſen und erſt ſpäter unter Admiral Ribas in Dienſt getreten.

Und jetzt iſt er Hofnarr. Das iſt doch ſonder⸗ bar, Willanow!

Lambro Cazzioni meldete ſich, wie geſagt, bei der Prinzeſſin, und als er Zutritt erhielt, erklärte er ihr, ein ruſſiſcher Officier wünſche in einer wichtigen Angelegenheit unter vier Augen mit ihr zu ſprechen. Die Prinzeſſin, die beſtändig Sympathieen für ihr Va⸗ terland hatte, wurde von dem Geheimnißvollen, was in dieſem Vorſchlag lag, angezogen, und hieß den Officier willkommen.

Wer war dieſer ruſſiſche Officier? kennſt Du ſeinen Namen?

Es war kein anderer als Admiral Ribas ſelbſt, obſchon er ganz einfach die Uniform eines Subaltern⸗ offteiers trug, weil man vermuthlich glaubte, daß mau ſich mit der größtmöglichen Vorſicht umgeben müſſe. Er brachte der Prinzeſſin ſeine Huldigung dar, ſagte ihr, wie ſehr ſich alle ihre Landsleute für ihr Schickſal in⸗ terefſiren, beklagte mit tiefer Rührung ihre kummer⸗ volle Lage und bot ihr Hülfe an. Und die arme