Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
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Ew. Hoheit wiſſen, fuhr Willanow fort, daß die ſchreckliche Kataſtrophe, welche meine älterliche Fa⸗ milie zerſtörte, mit den letzten blutigen Anſtrengungen meines Vaterlandes verbunden iſt, als Suwarow Praga mit Sturm nahm und Warſchau kapitulirte; es han⸗ delt ſich jetzt um die Ereigniſſe, die in meiner Familie vorgingen.

Laß mich ſie hören, Willanow. Wie ſehr mußt Du nicht gelitten haben!

In die allgemeinen politiſchen Ereigniſſe des Landes hineingezogen, hatte mein Vater ſeine Güter verlaſſen und ſich nach Warſchau begeben, begleitet von meiner Mutter, Marfa und mir.

Du ſagſt nichts von Deinem Bruder.

Mein Bruder war, ohngeachtet mein Vater ihn zurückzuhalten ſuchte, ſchon vor mehreren Jahren in die Armee getreten; aber um dieſe Zeit befahl ihm mein Vater, der mit klugem Blick den Untergang des Landes zu ahnen ſchien, ſich in's Ausland zu begeben.

Ich verſtehe... Dein Vater wollte ihn vor der Theilnahme an einem Kampf bewahren, der zum. Ver⸗ derben führen mußte.

Ganz ſicherlich war das ſeine Abſicht, Ew. Hoheit. Ein Menſch, im Alter meines Bruders, mehr Jüngling als Mann, erhitzt ſich zu leicht. Er war übrigens nicht der Einzige, der ſich auf dieſe Art zurückzog. Die Hauptführer im Selbſtſtändigkeitskampf Polens hatten im Allgemeinen daſſelbe gethan. Kosciusko hielt ſich in Italien auf, Zajonczek, Kolontai und Ignaz Potocki verweilten in Dresden, und Alles ſchien ein friedliches Ende nehmen zu wollen. Mein Vater that auch gewiß dafür Alles, was er nur konnte. Während dieſer ganzen Zeit wurde Polen von ruſſiſchen Emiſſären durchkreuzt. Gott möge ſie richten für all das Böſe, was ſie anſtifteten! War⸗ ſchau beſonders war der Hauptplatz ihres wilden Trei⸗ bens. Mein Vater bedurfte eines Gehülfen, eines Schreibers. Ein Mann von mittlerem Alter meldete