Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
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Das iſt wahr, Willanow; ich weiß weiter nichts,

als was das Gerücht von ihr erzählt hat; aber warum denkſt Du jetzt an ſie?

Und dann Worowitſch Sie haben ihn ge⸗

ſehen, aber Sie wiſſen nicht, wer er iſt.

Wie wunderlich Du ſprichſt! Kennſt Du ihn?

Und Orlow, Ew. Hoheit?...

Orlow habe ich nie geliebt, Willanow; ich er⸗ ſchrecke jedes Mal, wenn ich ihn ſehe. Aber vielleicht kennſt Du auch Döring?

Die Frage der Prinzeſſin kam ſo unerwartet, daß

Willanow fühlte, wie ſie erröthete.

Ich kenne ihn nicht... ich habe ihn heute zum erſten Mal geſehen.

Aber haſt Du nicht beachtet, wie er Dich an⸗ ſah, als er vorgeſtellt wurde?

Willanow erröthete noch ſtärker. 3.

Und dann flützteſt Du Dich auf ſeinen Arm in der Fenſterniſche... glaubſt Du vielleicht, ich hätte es nicht geſehen?

Aber warum ſprechen Ew. Hoheit von ihm?

Wenn man einander gut iſt, Willanow, ſo ſpricht man gerne von ihm. Aber Du wollteſt mir ja

Etwas anvertrauen. Sprich, Willanow, ſprich... ach Du glaubſ nicht, wie gerne ich Dich anhöre.

n der Seite des Wagens bemerkten die beiden Mädchen in dieſem Augenblick einen hohen finſtern Schatten, welcher die Ausſicht über die wogende Volks⸗ maſſe verderbte. 1

Dieſer Schatten war ein beinahe rieſenhafter Rei⸗ ter, der dem Wagen folgte.

Willanow nannte Orlow's Namen. Der Reiter hörte es.

Als die Mädchen neugierig durch das Wagenfenſter blickten, begegneten ſie dem Blick des Reiters, der ſte ſtarr betrachtete. 3

Unwillkürlich zogen ſie ſich in den Wagen zurück,