Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
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guten Rath ertheilen und viele Dinge vorausſagen kann. Es iſt mir jedoch recht bange zu Muth.

Jetzt bin ich wieder ruhiger als vorhin; aber da war es mir ſchrecklich.

Ew. Hoheit mißverſtehen mich. Mir iſt vor de taiſerin bange. Bedenken Sie einmal, wenn ſie erführe...

Erſchrecke mich nicht, Willanow. Wir konnten ja nichts Anderes thun; als was wir jetzt thaten.

Wir hätten uns am hellen Tag zu Marfa be⸗ geben können, das wäre klüger geweſen.

Wie magſt Du ſo ſprechen? Man prophezeit nicht am Tage, ſondern nur bei Nacht. Wenigſtens haben die Prophezeiungen nicht dieſelbe Macht, wenn die Sonne ſcheint. Und dann darf man es auch Nie⸗ mand ſagen, daß man ſich prophezeien laſſen will, ſondern man ſoll ſich in Geſellſchaft von zwei, höchſtens drei Perſonen ganz heimlich an Ort und Stelle begeben. Das habe ich in mehreren Büchern geleſen, und wenn die Kaiſerin auch ein Bischen böſe auf uns wird, im Fall ſie von unſerm Ausflug erfährt, ſo wird ſie uns doch bald wieder verzeihen, denn ſie verſteht dieſe Dinge gewiß ebenſogut wie wir, vielleicht noch weit beſſer. Nein, Willanow, je mehr ich die Sache überlege, um ſo mehr freue ich mich darüber, daß ich zugegen war, als der Kammerdiener Dir den Brief überreichte, der Dich ſo erſchreckte, denn ſicherlich hätte ich ſonſt niemals er⸗ fahren, daß Du zu Marfa zu gehen gedachteſt. Sie erwartet uns doch, Willanow?

Ich antwortete ihr ſogleich, und der Brief wurde Pr Uebereinkunft gemäß unter die Marmorſtatue am

amme gelegt. Ew. Hoheit können überzeugt ſein, daß ſte nicht unterlaſſen hat, ihn abzuholen. Ddie Correſpondenz, um die es ſich hier handelt, iſt keine andere als diejenige, wegen welcher Lea oder Lechi, wie ſie ſich auch nannte, verhaftet wurde, und die Or⸗ low veranlaßte, dieſes Mädchen zu verhören.

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