Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
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Die Chauſſee zwiſchen Petersburg und Petershof geht nahe an Strelna vorbei, das zwiſchen beiden Plätzen liegt, 17 Werſte von erſterem und 8 von letzterem ent⸗

fernt.

Obſchon die Straßen in Rußland, zumal im An⸗ fang der neunziger Jahre, ſich im Allgemeinen in ſchlech⸗ tem Stande befanden, ſo waren ſie gleichwohl in der Nähe von Petersburg ſchon damals ganz ausgezeichnet.

Die Petershof'ſche Chauſſee oder die Riga'ſche Land⸗ ſtraße, wie ſie auch genannt wird, iſt acht Faden breit und auf den Seiten mit Trottoirs verſehen. Die Dämme ſind gepflaſtert und mit gewölbten und gedeckten Quer⸗ gräben verſehen. Die Brücken ſind von gehauenem Granit. Die Entfernung zwiſchen jeder Werſte wird durch Granitpfeiler bezeichnet, die auf hohen marmor⸗ nen Fußgeſtellen ruhen. Die Chauſſee iſt von dem Ge⸗ neral Bauer auf eine ſehr verdienſtvolle Art angelegt worden..

Aber nicht die Vortrefflichkeit der Chauſſee iſt es, was das Auge hauptſächlich anſpricht, ſondern mehr noch die ſchönen Landhäuſer, die prächtigen Sommer⸗ luſtſchlöſer und Eremitagen, ſo wie die herrlichen Aus⸗ ſichten auf Dämme, Inſelchen und wechſelnden Natur⸗ ſcenen, die dem Reiſenden von allen Seiten entgegen⸗ treten.

Beſonders iſt dieß in der nächſten Nähe von Pe⸗ tersburg der Fall..

Der verblüffte Reiſende, ſagt der Schriftſteller, der ſich aus den mooſigen Wäldern Ingermannland's plötzlich in dieſe Gegend verſetzt ſteht, kann ſich in eine Feenwelt gezaubert glauben, wo Natur und Kunſt einen Zaubertanz um ſeinen Wagen herum aufführen.

Die Volksmaſſen, die Morgens nach Petershof hin⸗ aus geſtrömt waren, wogten jetzt in entgegengeſetzter Richtung zurück, einer Fluth gleichend, in der jede Welle ein Kopf war, und die ſich jetzt nach ihrem Auslauf,