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als wäre der liebe Gott ſelbſt ihre Kammerjungfer ge⸗
weſen.
1 Ihre Liebe zu dem damals ſiebenzehnjährigen, dem⸗ nächſt mündigen König von Schweden, Guſtav Adolph, iſt eine rührende Sage, wie die Phantaſie, geweckt und unterhalten von politiſchen Berechnungen, das Herz er⸗ obern kann, damit es hernach mit der Vergänglichkeit der politiſchen Pläne durch die Wirklichkeit zermalmt wird.
Man behauptet, ſchon in dem Friedensvertrag von Werelä, der am 14. Auguſt 1790 abgeſchloſſen wurde, ſei ein geheimer Artikel aufgenommen worden, Kraft deſſen die Kaiſerin Catharina und Guſtav III. eine Verbindung zwiſchen der Prinzeſſin Alexandra und Guſtav Adolph IV. feſtſetzten.
Eine Weile nachdem die Kaiſerin ſie verlaſſen hatte, ſchlug die Prinzeſſin ihre Augen auf.
Verwirrt ſchaute ſie ſichum.
Ein holdes Lächeln ſpielte auf ihren zierlichen Lip⸗ pen: es war der Genius des Traumes, der von ihren Sinnen floh und ſie jetzt verließ.
Dann fuhr ſie erſchrocken auf:
— Mein Gott, ich glaube, ich habe geſchlafen... ja, ja, ich habe geträumt, ich ſah ihn... er war bei mir.
Und noch einmal kehrte das ſanfte Lächeln auf ihr Geſicht zurück; man hätte glauben können, der Traum wolle ſich noch einmal ihr zuwenden.
— Hat mich wohl Jemand ſchlafen geſehen? doch nein, man würde mich ſonſt geweckt haben: ach wie lieblich iſt es, zu träumen!
Sie fuhr mit der Hand über das Geſicht und ver⸗ ließ den Balkon. 3 4
— Und da habe ich ſein Portrait in der Hand.
Ach das iſt ſehr unvorſichtig, wenn Jemand es geſehen
hätte... Sie verbarg das Medaillon. — Hier iſt Dein Platz, mein Freund, ſagte ſie


