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Kaum hatte ſie jedoch ein paar Schritte gethan, als ſie wieder ſtehen blieb.
Ihr feines lauſchendes Ohr bemerkte, daß die Thüre hinter ihr geöffnet wurde, und ſie wandte ſich, um zu ſehen, wer die eintretenden Perſonen waren.
Es war der Diplomat Markow und Graf Orlow.
Beim Anblick dieſer Männer ſchien ſie mit ſich ſelbſt zu Rathe zu gehen und ihren Entſchluß zu ändern. Während ſie ihnen winkte, näher zu treten, nickte ſie mit einer kleinen Kopfbewegung der Gräfin Branitska und dem Kammerfräulein Protaſow zu, die auch dieſes Zeichen, zumal da es von einem befehlenden Lächeln begleitet war, ſehr gut verſtanden, und ſie daher ſogleich verließen.
— Sie haben Depeſchen erhalten? fragte ſie Markow.
— Ich habe ſie bei mir, Ew. Majeſtät.
— Laſſen Sie uns in's nächſte Zimmer gehen, fügte ſie hinzu; Sie können mir folgen, Großfuͤrſtin, vielleicht betreffen die Depeſchen auch Sie.
Geführt von Subow, ſchlug ſie darauf den Weg nach den inneren Zimmern des Palaſtes ein.
Die Prinzeſſin Alexandra ſtand noch in ihrem fünf⸗ zehnten Jahre, war aber ausgebildeter, als die meiſten Mädchen in dieſem Alter. Ihre wahrhaft außergewöhn⸗ liche Schönheit blühte in ihrem reinſten Frühling. Ihre ſchlanke Geſtalt war eben ſo einnehmend, wie ihre regel⸗ mäßigen, von Unſchuld und Liebenswürdigkeit beſeelten Geſichtszüge. Ihre blauen Augen waren ſanft und von dem Feuer eines ſchwärmeriſchen Herzens belebt, wenn ſie ſich den unruhigen Träumen ihrer Liebe hingab.
Die hellen Locken, die um ihren Hals ſpielten, oder auch um den Kopf herum aufgebunden waren, ſchienen, ſagt ein gleichzeitiger Schriftſteller, ſo geordnet,


