Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
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4— Sieh,, meine Liebe, ſagte ſie, das iſt ein ſchöͤnes ind.

Die Großfürſtin hatte den Gegenſtand der Bewun⸗ derung der Kaiſerin bereits bemerkt, und ihr Geſicht ſtrahlte vor Vergnügen über den Beifall, den ſie aus⸗ geſprochen.

Der Anblick war auch höchſt bezaubernd. Auf dem Balkon ſaß ein junges reizendes Mädchen von nur fünfzehn Jahren.

Es war die Enkelin der Kaiſerin, die Tochter der Großfürſtin, die durch ihre Schönheit und ihren ſanften Charakter ſo liebenswürdige Alexandra Paulowna.

Die Großmutter betrachtete mit Stolz, die Mutter mit Liebe die bezaubernde Prinzeſſin, die unter den ſchönen Blumen ſelbſt die ſchönſte ihren von blonden Locken umwallten Kopf gegen die ſchneeweiße Schulter hinabſinken ließ.

Das Mädchen war eingeſchlummert.

— Laſſen Sie uns ſie wecken, bat die Großfürſtin, die Sonne brennt ſie.

— Berühre ſie nicht, erwiederte die Kaiſerin, ſiehſt Du, wie ſchön ſie iſt... laß mich ſie betrachten.

— Sie lieben meine Alexandra, Majeſtät! Möge ſie immer Ihre Güte verdienen..

— Sie träumt, ſprach die Kaiſerin wieder. Sie erröthet, ſie lächelt...

— Sie iſt jung, Majeſtät, und glücklich.

— Welche Zeit der Unſchuld! Was wir auch in der Welt gewinnen, wir gewinnen nie unſere Jugend wieder.

Während die Kaiſerin ſprach, milderten ſich ihre Züge immer mehr, und ein freundliches, herzliches Lä⸗ cheln zeigte ſich auf ihrem Geſichte.

— Von was glaubſt Du, daß das Mädchen träume? fuhr ſie fort.

— Ach, Ew. Majeſtät!

— Sie träumt gewiß von ihm, deſſen bin ich ſicher.