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— Keine Einwendungen. Gehorche mir. Ich will es. Während die Leute ſich bei dieſem Eingang ſam⸗ meln, wird man die Hinterthüͤre unbewacht laſſen, und Du kannſt leicht entkommen. Zögere nur nicht.
— Es wäre Feigheit, Dir zu gehorchen; höre ſtatt deſſen meinen Vorſchlag. Ich bleibe hier, und Du ent⸗ fliehſt durch die Hinterthüre.
— Oeffnet, öffnet! rief man von Außen.
Die Dame hatte entſchloſſen ihre Hand auf Döring's Hand gelegt, um ihn zu verhindern, die Thüre zu öff⸗ nen. Sie war die einzige Perſon, die in die Verhält⸗ niſſe eingeweiht war, und deßhalb die nöthige Faſſung beſaß, um mit Ueberlegung zu handeln.
— Du villſt, begann ſie wieder, daß ich fliehen und Dich Deinem Schickſal überlaſſen ſoll? Das ge⸗ ſchieht nicht. Ich habe wenig zu riskiren, Du Alles.
— Aber man wird Dich mit einem fremden Manne hier treffen.
— Was macht mir das... man wird ſich auf meine Koſten luſtig machen... das iſt Alles... ich bin daran ſchon gewöhnt... geh', ſage ich, geh'!... Bei Allem was uns theuer iſt, ſpute Dich!
Die Aufforderungen zu öffnen, wurden immer un⸗ geſtümer.
Obſchon Döring nicht wußte, welche Gefahr eigent⸗ lich drohte, ſo begriff er doch, daß zwiſchen den jungen Leutchen ein edler Wettſtreit ſlattfand, und er empfand den lebhafteſten Wunſch, ihnen aus der Verlegenheit zu helfen... aber auf welche Art?
Auf einmal flog ihm eine Idee durch den Kopf.
— Antworten Sie mir ehrlich, ſagte er jetzt, wer von Ihnen beiden beim Dableiben am meiſten riskirt.
— Worowitſch, erklärte die Dame.
— Dann muſſen Sie ſich ſogleich entfernen, wenn auch nicht um dieſer Dame willen, ſo doch meinetwegen; denn ich bin im Vertrauen zu Ihnen hierher gekommen, und Sie dürfen mein Vertrauen nicht täuſchen.


