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iſt jedoch leichter, und während ich Ihnen jetzt die Verſiche⸗ rung ertheile, daß Sie ſich in keiner Beziehung vor mir zu fürchten brauchen, entferne ich mich, wenn Sie wollen, und zwar ohne die geringſte Neugierde in Be⸗ zug auf den Ort, wohin Sie ſich zu begeben gedenken.
Bei Döring's freundlicher Anrede warf der Jüng⸗ ling ſeinen Kopf zurück— es war dieß eine ſeiner ge⸗ wöhnlichen Bewegungen— und blickte den Sprecher mit einem Ausdruck dankbarer und aufrichtiger Treu⸗ herzigkeit an.
— Sie haben mich durchſchaut, antwortete er jetzt; ich habe wirklich Etwas vor, das mich unruhig macht. Im Uebrigen thut es mir leid, daß ich gezwungen bin, mich mit einem Schleier des Geheimniſſes zu umgeben, der Ihnen verdächtig erſcheinen kann, weil ich mich ungern von Männern verkennen laſſe, deren Ehre ich einmal hochſchätzen gelernt habe. og 6 Geniren Sie ſich deßhalb nicht, ich verlaſſe Sie ogleich.
— Nein, nein. Sie dürfen mich nicht verlaſſen. Am allerwenigſten jetzt, weil ich... weil ich Ihrer bedarf.
— Sie beduͤrfen meiner?
— Haben Sie Zeit, mir eine halbe Stunde zu opfern?
— Und wenn ich dieſe Zeit hätte?
— So würde ich Ihnen beweiſen, daß ich Ver⸗ trauen zu Ihnen hege, ohne daß ich deßhalb Etwas zu verrathen brauche, was zu verſchweigen meine Ehre ge⸗
bietet. Ich würde Ihnen beweiſen, daß ich, geſtützt auf.
dieſes Vertrauen, Ihre Freundſchaft noch weiter in An⸗ ſpruch nehme, ich würde Ihnen beweiſen...
— Sie zögern unaufhörlich.
— Zögern? Allerdings, aber ich befinde mich ja auch auf einem Boden, der mir fremd iſt, ich bin von Umſtänden ſo eigenthümlicher Art umgeben, daß ich die Grenzen meiner Aufrichtigkeit nicht zu beſtimmen vermag.


