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Inzwiſchen opfern Sie ja doch mir zu lieb eine halbe Stunde?
— Ich folge Ihnen.
— Wohlan denn. Laſſen Sie uns gehen. Sehen Sie, der Mann, mit dem ich ſo eben ſprach, geht dort; wir müſſen ihm folgen, obſchon in einer gewiſſen Ent⸗ fernung, damit Niemand ihn für unſern Wegweiſer halten kann.
— Wohin führt er uns?
— Ich weiß es ſelbſt nicht; aber jetzt fällt mir ein, daß ich Ihnen Aufſchluß über Etwas ſchulde. In den erſten Tagen unſerer Bekanntſchaft, und als ich noch nicht wußte, wie ich Sie betrachten, ja nicht ein⸗ mal, wie ich die Freundſchaft anſehen ſollte, die Sie mir bewieſen, ſagte ich Ihnen, daß ich in Petersburg Niemand kenne. Dieß war bloß eine Ausflucht. Wie Sie jetzt finden, kenne ich z. B. dieſen Mann da. Er iſt eine redliche Seele, ein ehrliches Herz, und ich kann mich ihm vollkommen anvertrauen. Meine Ankunft hier wurde von ihm bereits erwartet, obſchon ich aller⸗ dings nicht glaubte, daß ich ihn fruͤher als in Petere⸗ burg treffen würde. Zufällig ſtieß ich mit ihm zuſam⸗ men. Da er allerlei Waaren ausruft, ſo war es ihm nicht ſchwer, den Beobachter zu machen. Unter Vielem, was er mir erzählte, verſprach er mir eine Zuſammen⸗ kunft mit... mit... mit einer Dame.
— Einer Dame?
— Wie ich ſage...
— Und wir begeben uns jetzt zu ihr?
Doring ſtellte dieſe Frage mit einer Ueberraſchung, die er nicht einmal zu verbergen ſuchte, und welche die Aufmerkſamkeit des Jünglings erweckte. Er blieb da⸗ her ſogleich ſtehen und betrachtete ihn mit einem fra⸗ genden, beinahe zweifelnden Ausdruck.
— Ich habe an Etwas nicht gedacht, ftel er ein; vielleicht haben Sie keine Luſt, ſich durch eine Promenade bloßzuſtellen, die möglicherweiſe nicht ganz ohne Ihre...


