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Der Soldat ſchüttelte verneinend den Kopf.
— Wo könnte man ihn treffen? Kannſt Du mir darüber Auskunft ertheilen?
Der Angeredete ſchien ſich zu befinnen, inwiefern er auch dieſe Frage beantworten könnte, ohne den Mund öffnen zu müſſen. Nach einer Weile ſtreckte er die Hand aus und zeigte nach einer gewiſſen Richtung, gleich als wollte er ſagen: Begeben Sie ſich dahin und Sie wer⸗ den den Großfürſten treffen. Aber Döring war mit der Antwort nicht zufrieden.
— Ich ſehe wohl, daß Du einer von den gut ge⸗ ſchulten Soldaten Gatſchina's biſt, der ſeinen Dienſt kennt und vor allen Dingen weiß, daß man auf dem Poſten nicht ſprechen darf; aber ich bin Courier und muß den Großfürſten treffen, oder vielmehr einen Mann, von dem ich vermuthe, daß er in ſeiner Geſellſchaft iſt. Kennſt Du den Baron Armfelt?
Der Soldat nickte bejahend.
— Beſindet er ſich in der Suite des Großfürſten?
Wiederum eine zuſtimmende Bewegung.
— So ſag' mir doch, wo ich dieſe Herren ſuchen ſoll.
Der Mann antwortete indeß auch jetzt nicht, ſon⸗ dern deutete bloß nach derſelben Richtung wie früher.
Dieſe übertriebene Unbeweglichkeit, die um ſo un⸗ nöthiger war, als der Mann bloß mit einem Mantel auf dem Poſten ſtand, beluſtigte Döring, und er wollte ſehen, wie weit der Burſche in ſeinem militäriſchen Stoizismus gehen würde; er nahm daher ein paar Silbermünzen hervor, um ſie ihm als Trinkgeld für die ertheilten Aufſchlüſſe zu geben. Aber als Döring ſie ihm reichen wollte, ſenkte der Soldat ſeine Hand und deutete auf den Boden, während ſein Blick auf eine unzweideutige Art der Bewegung folgte.
Döring warf daher die Münze hin, und ſobald ſte auf den Boden fiel, ſetzte der Soldat mit unveränder⸗ ter Ruhe ſeinen Fuß darauf. Es war dieß die in ihrer Art ganz eigene Beredſamkeit fines Gatſchina⸗


