Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
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ſie ausſpionirt wurde, und wäre es auch nur in ihren kokettirenden Berechnungen oder Intriguen?

Die Zeit glitt hier unbemerkt an ihr vorüber; nur die veränderte Lage der Schatten verkündete den Ver⸗ lauf des Tages. Aber für den Schmerz iſt die ganze Welt ein Schatten und dieſer bewegt ſich nicht. Sie wußte auch ſelbſt nicht, wie lange ſie ſich da aufgehal⸗ ten hatte, als ſie auf einmal in den Gebüſchen neben ſich Etwas raſſeln hörte und der herumziehende Händ⸗ ler zwiſchen den Zweigen hervorguckte.

Sein Geſicht war, wie man dieß in Rußland bei den unteren Klaſſen ſehr häufig findet, in einem Bart begraben, der ſich gleich kohlſchwarzem Moos um Kinn und Wangen kräuſelte.

Die weißen Zähne und die feurigen Augen contra⸗ ſtirten dagegen und leuchteten mit um ſo höherem Glanz. Es lag in ſeinem Ausſehen etwas Wildes, beſonders jetzt, weil er aufgeregter ſchien, als während des kurzen Geſprächs mit dem Grafen Orlow, wo er ſich zum erſten Mal dem Leſer präſentirte.

Fräulein! rief er.

Die Dame fuhr erſchrocken auf. Beim Anblick des wilden, lebhaften Ausdrucks im Geſichte des Händlers empfand ſie eine Bangigkeit, aber dieſe währte nur einen Augenblick.

Biſt Du's Alexandrowitſch? was willſt Du?

Er iſt hier, Fräulein, hier...

AHch, mein Gott, wohin ſoll ich fliehen?

Fliehen? Was meinen Sie?

it einer heftigen Bewegung ſchien die Dame ihre aufgeregte Stimmung beſchwichtigen zu wollen, und es gelang ihr. Mit vollkommener Selbſtbeherrſchung er⸗ hob ſie ſich jetzt von der Bank, in derſelben ruhigen Haltung, als ob nichts vorgefallen wäre. Alexandrowitſch, ſagte ſie, komm her! 3 Der Mann trat vor und näherte ſich ihr mit