Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
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derſelben Ehrfurcht, womit ein Selave ſich ſeinem Herrn nähert.

3 Wußteſt Du, von wem der Brief war, den Du mir im Boskett bei dem Schloßplatz übergabeſt?

Ja, gnädiges Fräulein.

Und Du ſagteſt mir nichts davon?

Ach, Fraͤulein, ich konnte nicht. Sie hatten ihn kaum empfangen, als einige Hofleute kamen, ſo daß ich kaum noch Zeit hatte, wegzueilen.

Gib Dich nicht mit ſolchen Dingen ab, Alexan⸗ drowitſch; nimm Dich in Acht, daß Du meinen Arg⸗ wohn nicht erweckſt.

Alexandrowitſch ſtürzte vor der Dame auf die Kniee.

Zürnen Sie mir nicht, bat er, ach nein, thun Sie das nicht... Sie thun mir nicht bloß Unrecht, Sie thun mir auch wehe. Verzeihen Sie, Fräulein, verzeihen Sie!

Er drückte ſich mit ſolcher Aufrichtigkeit aus, daß man keinen Verdacht gegen ihn haben konnte.

Für dießmal verzeihe ich Dir; aber Du ſag⸗ teſt, er ſei hier... laß uns von hier weggehen... ich will ihn nicht treffen... führe mich in's Schloß... wohin Du willſt... aber nur fern von ihm.

Fern von ihm? Nein, nein, Fräulein, ich will ihn zu Ihnen führen.

Den Grafen Orlow:?

Es iſt wahr, Sie wiſſen nicht, von wem ich ſpreche; ſehen Sie hier... er übergab ihr ein offenes Papier, worauf ein Name geſchrieben ſtand.

Als die Dame den Namen las, ſchien ſie im höch⸗ ſten Grad überraſcht. Um ſich zu beruhigen, drückte ſie die Hand gegen ihre Bruſt. Ihre Füße ſchwankten, und ſie würde ohnmächtig auf die Bank niedergeſunken ſein, wenn nicht Alexandrowitſch vorgeeilt wäre und ſie in ſeine Arme aufgefangen hätte.

Es iſt ihm alſo gelungen, ſagte ſie endlich, alle