Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

25

Mhein⸗ Familie hat für die Freiheit und Ehre deſſelben gekämpft.

Sie haben gekämpft und ſind untergegangen.

Die Güter meiner Ahnen ſind confiszirt, meine Eltern ſind nach Sibirien abgeführt, mein Bruder ge⸗ ſtorben, geſtorben im Kampf für das Vaterland... und ich bin hier. Was glauben Sie nun, mein Herr? Glauben Sie, daß dieſe Umſtände Geheimniſſe ſeien, daß ich mich in dieſen Hof eingeſchlichen habe, und daß unſere hohe Beſchützerin, die Kaiſerin, nicht wiſſe, wer ich bin, und die Wünſche nicht kenne, die ich für das Beſte meiner Eltern hege? Sie täuſchen ſich, mein Herr. So wenig ich meine Liebe für meine Eltern ge⸗ heim halte, ebenſo wenig miſche ich mich in politiſche Intriguen, und ich kann Ihnen zur Ehre meiner Be⸗ ſchützerin ſagen, daß ſie meine kindlichen Gefühle ſchätzt, obſchon ſte aus Gründen, die ich nicht einmal zu beur⸗ theilen wage, dieſelben weder unterſtützen will noch unterſtützen kann. Handeln Sie, wie es Ihnen beliebt, Herr Graf, aber verſchonen Sie mich mit Ihrer Liebe.

Das werde ich thun, mein Fräulein.

Auf einen Wink des Grafen näherte ſich eine der Perſonen, die hinter den Bäumen hervorgekommen waren.

Bemerkteſt Du, wohin dieſe Herren gegangen Pnd. die ſich ſo eben von hier entfernt haben? fragte der

ra

Ich ſah' ſie vor einem Augenblick noch in der Allee daneben.

Sage ihnen ſie möchten hieher kommen.

Die Dame kehrte hiebei Graf Orlow den Rücken, und wollte ihn verlaſſen.

Sie fragen mich nicht, mein Fräulein, ſiel je⸗ doch der Graf ein, warum ich die jungen Männer er⸗ ſuche, hieher zu kommen?

Nein, mein Herr.

Ich will es Ihnen ſagen, wenn Sie auch nicht