Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
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in die Hände. Unmittelbar darauf trat eine maskirte Perſon von der einen Seite der Allee hervor.

Was ſoll das heißen, mein Herr?

Nichts, mein Fräulein, ganz und gar nichts; es iſt bloß ein Geheimniß, das ich Ihnen anvertraue.

Und er klatſchte von Neuem in die Hände, worauf ſogleich eine neue Maske von der andern Seite her⸗ vortrat.

Wie ſo? Was bedeutet das?

Aber der Graf beantwortete ihre Frage nicht, ſon⸗ dern gab ein drittes Zeichen, in Folge deſſen eine dritte Perſon, gleichfalls maskirt, von einer andern Seite herkam.

t Ha, Graf, Sie haben mich mit Spionen um⸗ geben. 3 Errathen: ſeit einem halben Jahr iſt jeder Ihrer Schritte ausgekundſchaftet worden, und brauche ich Ihnen jetzt wohl zu ſagen, daß ich Sie kenne? Mögen Sie mich jetzt ebenſo gut kennen, ich habe nichts da⸗ gegen. Und damit Sie auf einmal wiſſen, wer ich bin, ſo will ich Ihnen anvertrauen, was bis jetzt nur Wenige erfahren haben, daß ich der Chef der geheimen Polizei in Petersburg bin. Sie haben vielleicht von dieſer Polizei reden gehört. Sie machen jetzt Bekanntſchaft mit ihr. Möge es in einer für Sie glücklichen Stunde ſein! Dieſe geheime Polizei iſt ein über das ganze Reich geſponnenes Netz, worin jeder Menſch ſich ge⸗ fangen befindet, ohne es ſelbſt zu wiſſen. Sie iſt, wenn Sie ſo wollen, eine Höllenmaſchine, auch unter Ihren Füßen. Sie ſind Polin, mein Fräulein, d. h. Sie ſind verdächtig. Seien Sie verſichert, daß die Correſpondenz, die Sie mit Ihren Freunden in Polen geführt haben,

mir bekannt iſt.

Ihre Drohungen ſind eben ſo unwürdig als vergeblich, Herr Graf. Ich bin Polin, das iſt wahr; aber ich bin ſtolz darauf, eine Tochter dieſes Landes zu ſein, ſo zermalmt und verheert es auch jetzt ſein mag.