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Ihnen im Boskett überreichte, von keinem Andern war als— von mir.
— Von Ihnen? Wer ſind Sie denn? Ihre Stimme...
— Sie erkennen mich nicht wieder? Nun ich wun⸗ dere mich nicht darüber... ich weiß, daß ich Ihnen gleichgültig bin.
— Wären Sie vielleicht...
— Sie errathen es, mein Fräulein, ich bin Graf Orlow.
— Ha!
— Es hat Ihrer Aufmerkſamkeit nicht entgehen können, daß ich Sie liebe, obſchon ich bis jetzt kein ein⸗ ziges Wort gegen Sie geäußert habe; Sie wiſſen es, weil Sie es nothwendig in meinen Zügen geleſen, in meinen brennenden Blicken geſehen, in meiner zitternden Stimme gehört haben müſſen. Alle meine Bewegungen haben Ihnen meine Liebe verkündet. Ach, mein Fräu⸗ lein, Sie ziehen ſich zurück. Beeilen Sie ſich indeſſen nicht. So leicht Sie meine Liebe entdecken konnten, eben ſo leicht war es auch mir, die Kälte, wo nicht den Haß zu ſehen, womit Sie dieſe Liebe lohnen. Wie entſetzlich iſt es jedoch, von Derjenigen verachtet zu werden, die man liebt...
— Noch entſetzlicher iſt ds, mein Herr, von einem Menſchen geliebt zu werden, den... den man..
— Den man verachtet, wollen Sie ſagen. Gut; aber Sie kennen mich noch ſehr wenig. Einem Manne, mein Fräulein, iſt es nicht unmöglich, den Haß eines Mädchens in Liebe zu verwandeln; dieß dürfte eben ſo leicht ſein, als es für eine Dame iſt, die Liebe eines Mannes in Haß zu verwandeln. Warum indeſſen die Sache auf's Aeußerſte treiben? Der Kampf iſt un⸗ gleich. Sie ſind ein Weib, ein ſchwaches Weib, das haben Sie ſelbſt geſtanden, und ich bin ein Mann. Ich habe mich lange bemüht, das Feuer der Liebe in meiner Bruſt zu erſticken— jedoch vergebens— das Wort iſt


