Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
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wich jetzt beim Anblick ſeiner Kalten und ſtrengen Hal⸗ tung einen Schritt zurück.

Wie haben Sie ſich ſo bloßſtellen können, mein Fräulein, indem Sie ſich auf dieſe Art allein hinaus⸗ begaben? redete endlich der Domino ſie an. Sie ſind unvorſichtig, mein Fräulein.

Hätte man Gelegenheit gehabt, die Dame unter der Maske zu beobachten, ſo hätte man ſehen können, wie ſie bei dieſer Anrede von einer unbeſchreiblichen Unruhe erfaßt wurde.

Sie antworten mir nicht, mein Fräulein; glau⸗ ben Sie vielleicht, daß ich Sie nicht kenne?

Die Dame blieb ſtille, zog ſich aber zurück.

Sie haben ſo eben ein anonymes Briefchen er⸗ halten, und ohne zu wiſſen, von wem es kam, waren Sie ſogleich bereit, ſich hinauszubegeben, weil Sie ver⸗ muthlich hofften, insgeheim einen Anbeter treffen zu können. Sie ſind ſehr leichtſinnig, mein Fräulein!

AHch, mein Herr!

Läugnen Sie vielleicht, daß Sie ein Brieſchen empfangen haben, ohne zu wiſſen, von wem es war?

Wer ſind Sie, mein Herr?

Das gehört nicht hieher, mein Fräulein; Sie haben zuerſt meine Frage zu beantworten. Das Brief⸗ chen lud Sie hieher ein; aber wie kann man einem ſo leichtfertigen Schreiben Gehör ſchenken?

Ich habe nichts zugeſtanden und weiß noch nicht, wer Sie ſind.

Das Briefchen wurde Ihnen in dem Boskett neben dem Schloßplatz übergeben.

Noch einmal, mein Herr, wer ſind Sie? Sind Sie ein Spion? Ein Mann von Ehre erniedrigt ſich nicht ſo weit, daß er ein ſchwaches Weib auf dieſe Art verunglimpft.

Schwach ſagen Sie und Sie haben Recht. Sie find ſehr ſchwach, mein Fräulein. Ihre Handlungen haben in den letzten Zeiten Denjenigen, de Sie näher