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zum Einlaufen in den Hafen zu erwarten, oder um Lebensmittel zu einer weitern
Reiſe einzunehmen, Verhaltungsbefehle und Nachrichten vom Lande einzuziehen, auf
einen Lootſen zu warten, u. ſ. w. Eine gute Rhede muß gegen die herrſchenden
Winde und die hohe See geſchützt ſein, und einen guten Ankergrund in gehöriger Entfernung vom Strande haben.
Reeder oder Rheder, der Eigenthümer eines Kauffahrers⸗
Reepſchläger, ſiehe Reifſchläger. 1
Reifſchläger, derjenige Handwerksmann, welcher die Taue nebſt dem Garn, woraus ſie beſtehen, aus Hanf verfertigt.
Roof heißt eine Art Hütte, die man auf dem Verdeck der Schmacken, Galeaſſen, Ga⸗ leoten und Kuffen ſindet.
Ruder, ſiehe Steuer.
Saik, ſiehe Band 2 Seite 211.
Schanze, ſiehe Back.—
Schebecke, ſiehe Band 2 Seite 210.
Schiemann, ein auf däniſchen, ſchwediſchen und holländiſchen Kriegsſchiffen ange⸗ ſtellter Unteroffizier, der nach dem Bootsmann folgt, und ſich hauptſächlich mit der Ausbeſſerung des Takelwerks und der Segel beſchäftigt.
Schifflände, Landungsplatz,
Schiffsbord, ſiehe Bord.
Schiffswerft, ein nahe beim Waſſer gelegener, zum Schiffsbau eingerichteter Platz, gewöhnlich mit mehren Hellingen oder auch Stapeln, wo man neue Schiffe baut und ſchadhaft gewordene ausbeſſert.(Siehe H elling und Stapel,) 3
Schlagſeite. Ein Schiff hat eine Schlagſeite, wenn es, ohne den Druck eines Sei⸗ tenwindes, ſtets auf der einen Seite liegt. Dies geſchieht, wenn die Ladung übel gepackt, oder durch ſtürmiſches Wetter in Unordnung gerathen iſt; auch kann die ſchlechte Bauart des Schiffs daran Schuld ſein.
Schlepptau, ein Tau, womit ein beſchädigtes oder langſam ſegelndes Schiff durch ein anderes fortgezogen wird. Das ziehende Schiff befeſtigt das Tau gewöhnlich an den Hauptmaſt, und das gezogene vorn um die Ankerwinde.
Schmack, ein bei den Hollaͤndern, Dänen und Schweden ſehr gebräuchliches, zwei⸗ maſtiges Fahrzeug zum Handel. Es iſt unten platt, und vorn und hinten ſehr breit gebaut. Sein Takelwerk hat viel Aehnlichkeit mit dem der Kuffen und Galeoten. Es hat, außer mehren Stagſegeln, am Hauptmaſt ein Gaffel⸗ und darüber ein Top⸗ ſegel, bisweilen auch noch ein Bramſegel. Der kleine Beſaanmaſt führt nur ein Beſaanſegel. Die Schmacken ſind mit Schwertern verſehen.(Siehe Schwert.)
Schoner oder Schooner, ein langes, ſchmales zweimaſtiges Fahrzeug. Der Fock⸗ maſt desſelben führt ein Gaffelſegel und der Hauptmaſt ein Giekſegel, die beide eine beträchtliche Länge haben. Darüber befinden ſich Topſegel, und außerdem ſind vorn mehre Stagſegel angebracht. Fahrzeuge dieſer Art werden von den Engländern, Amerikanern und in Weſtindien ſehr häufig zum Handel gebraucht.
Schwert, ein Werkzeug, das Schiffe mit flachem Boden gebrauchen, um durch Sei⸗ tenwinde nicht allzu weit abgetrieben zu werden. Es hat faſt die Geſtalt einer Schuhſobhle, iſt aus ſtarken, mit Eiſen verbundenen Planken zuſammen geſetzt, zwei⸗ mal ſo lang als das Schiff hoch iſt, und beinahe halb ſo breit als lang. An jeder
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