Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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reichend ſein, ſie aus dem ganzen zu verfertigen. Ueberdem wäre dies, wenn auch möglich, aus mehren Gründen nicht rathſam. Man ſetzt ſie daher aus drei oder vier Theilen zuſammen, wovon die zwei oder drei oberſten beweglich ſind. Im Allgemei⸗ nen nennt man dieſe zuſammen geſetzten Theile den Maſt; eigentlich wird aber nur der unterſte unbewegliche ſo genannt, und die beweglichen, womit er verlängert wird, heißen Stengen. Die Nothwendigkeit, ein Schiff uitt vielen Segeln zu ver⸗ ſehen, denn es müßte außerdem ungeheuer große Segel haben, die man nicht würde regieren können, hat auch eine Vermehrung der Maſten verurſacht. Das vollkommenſte Maſtwerk haben die Schiffe mit drei Maſten. Der mittelſte derſelben, welcher der ſtärkſte und höchſte iſt, wird der Haupt⸗ oder noch gewöhnlicher der große Maſt genannt, ſo wie die erſte Verlängerung: die große Stenge, die zweite: die große Bramſtenge, und die dritte: die große Boven⸗(d. i. Ober⸗) Bramſtenge. Der vorderſte Maſt heißt der Fockmaſt, ſeine erſte Verlängerung: die Vorſtenge, die zweite: die Vor⸗Bramſtenge, und die dritte: die Vor⸗Bovenbramſtenge. Den hin⸗ terſten Maſt, welcher der kleinſte iſt, nennt man den Beſaan⸗, bisweilen auch Kreuz⸗ maſt, ſo wie deſſen erſte Verlängerung: die Kreuzſtenge, die zweite: die Kreuzbram⸗ ſtenge, und die dritte: die Kreuz⸗Bovenbramſtenge. Auf dem Vordertheil des Schiffs befindet ſich noch, unter einem Winkel von 33 bis 35 Grad mit dem Hori⸗ zont geneigt, ein heraus ragender Maſt; er heißt das Bugſpriet, und ſeine Verlän⸗ gerung der Klüverbaum. Bisweilen fügt man noch eine zweite Verlängerung bei, welcher der Buiten⸗(d. i. äußerſte) Klüverbaum genannt wird. Die Namen der Maſten bleiben auch bei allen ſolchen Schiffen, die nur zwei führen, dieſelbigen; be⸗ findet ſich nämlich einer davon vor dem Hauptmaſte, ſo heißt er der Fockmaſt, ſteht er aber hinter demſelben, ſo nennt man ihn den Beſaanmaſt. Ein Bugſpriet haben alle Schiffe, mit Ausnahme einiger kleinen Flußfahrzeuge, die nur ein einziges Se⸗ gel führen.. 2

Mers, ſiehe Mars. 3

Orlogſchiff, Kriegsſchiff.

Orlogsmann, Kriegsmann.

Pinke, ſiehe Band 2 Seite 211.

Polaker oder Polacker, ſiehe Band 2 Seite 196.

Pratik. Nan ſagt: ein Schiff erhält Pratik, wenn deſſen Mannſchaft von den Qua⸗ rantäne⸗Beamten für geſund erklärt, und ihr ein freier Verkehr mit den Einwohnern des Landes geſtattet wird.

Pumpe, die Maſchine, um das in den Schiffsraum eingedrungene Waſſer hinaus zu ſchaffen. Es gibt mehre Arten, unter welchen die Saugpumpe die gewöhnlichſte iſt. Auf manchen Kriegsſchiffen hat man Kettenpumpen.

Pumpenſood, der niedrigſte Ort im Schiffe beim Hauptmaſt, wo die Pumpen ſtehen, und wo, wegen der Krümmung des Schiffes, alles im Raum befindliche Waſſer ſich

anſammelt. 1 RNaae, eine horizontal hängende Segelſtange.

Räumen, ſagt man vom Winde, wenn er günſtiger wird.

Reede oder Rhede, ein nahe bei der offenen See oder in einiger Entfernung von einem Hafen gelegener Ankerplatz, der zum Theil von umliegenden Lande einge⸗ ſchloſſen iſt. Schiffe gehen daſelbſt vor Anker, um günſtigen Wind zur Abfahrt, oder

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