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Spritſegel und ein Topſegel führt. Vorn hat es mehre Stagſegel. An den Seiten eines Kuffs befinden ſich gewöhnlich Schwerter.(Siehe Schwert.)
Kuhl, auf den ältern Kriegsſchiffen und Oſtindienfahrern derjenige unbedeckte Theil, welcher ſich zwiſchen dem Back und der Schanze befindet. 3
Lateiniſche Segel bilden ein Dreieck, wovon die eine Spitze oben und eine andere unten an dem Maſte, und die dritte an dem Bord befeſtigt wird.
Laviren. Da man nicht gerade gegen den Wind ſegeln kann, ſo muß ſolches im Zick⸗ zack geſchehen, indem, bald auf der einen, bald auf der andern Seite ſo nahe beim Wind als möglich geſegelt wird; und ſich auf dieſe Weiſe gegen den Wind fortar⸗ beiten, nennt man laviren.
Leck, eine Ritze des Schiffes, durch welche das Waſſer eindringt.
Leeſegel, ſind Beiſegel, die an den Seiten der Raaſegel zur Vergrößerung derſelben aufgezogen werden; dies kann jedoch nur bei günſtigem und gemäßigtem Winde ge⸗ ſchehen.
Leeſeite, die Seite unter dem Winde, d. i. diejenige, welche dem Winde nicht aus⸗ geſetzt iſt.
Log, das gewöhnliche Inſtrument, den Lauf des Schiffes zu meſſen.(Siehe Band 1 Seite 96.)
Logleine, die zu obigem Meßinſtrument gebrauchte Leine.
Lootſen, ſind die an den Eingängen der Flüſſe und Häfen angeſtellten Seeleute, um denjenigen Schiffen, welche das Fahrwaſſer nicht kennen, Beiſtand zu leiſten. Sie werden von der Landesregierung in Pflicht genommen, nachdem man zuvor ihre Kenntniß von der Lage der Küſten, von den Untiefen, Sandbänken, Klippen u. ſ. w. genau geprüft hat. Sobald ſich ein Lootſe auf dem Schiffe befindet, übernimmt er die ganze Regierung desſelben, und der Kapitän ſorgt blos dafür, daß das Schiffs⸗ volk ſeine Vorſchriften befolgt; dagegen iſt er auch verantwortlich, wenn das Schiff durch ſein Verſehen Schaden leidet. Seine Bezahlung, welche das Lootſengeld ge⸗ nannt wird, richtet ſich gewöhnlich nach der Waſſertracht des Schiffes, ſo wie auch nach der Beſchaffenheit des Wetters. In großen Seehäfen, wo ein Lootſenverein errichtet iſt, müſſen die Schiffe, wenn ſie auch ohne Lootſen aus⸗ und einlaufen, das Lootſengeld bezahlen.
Luke, eine Oeffnung, welche von einem Verdeck des Schiffes zum andern, oder in den Raum führt..
Luvſeite, die Windſeite, oder diejenige Seite, welche dem Winde ausgeſetzt iſt.
Mars, der Maſtkorb, ein hölzernes Gerüſt an der Spitze des Maſtes, das hauptſäch⸗ lich zur Haltung der Stengewände, aber auch dazu dient, daß die Seeleute bei ge⸗ wiſſen Arbeiten bequem darauf ſtehen können.
Marsraan die Segelſtange des Marsſegels.
Marsſegel, das zweite Segel eines Maſtes, von unten gerechnet.
Maskiren. Man ſagt von einem Schiffe, daß es maskirt ſei, wenn es, um den Feind zu täuſchen, z. B. eine falſche Flagge führt, das Geſchütz und die Mannſchaft ver⸗ birgt, u. m. dgl. Zeigt ſich nun ein ſolches Schiff in ſeiner wahren Geſtalt, ſo ſagt man, daß es ſich demaskire.—
Maſt. Die Maſten eines Schiffes ſind große Tannen⸗ oder Fichtenſtämme. Da ſie 2
aber eine erſtaunliche Höhe haben müſſen, ſo würden die höchſten Bäume nicht hin⸗


