Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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Seite des Fahrzeugs hängt ein ſolches Schwert, und das auf der Leeſeite ſenkt man in das Waſſer, wodurch das Abtreiben nach der Seite verhindert, und dennoch die

Bewegung vorwärtsnicht ſehr geſchwächt wird.

Schwertau, ſiehe Ankertau.

Speronara, ein im Mittelmeere gebräuchliches, offenes Küſtenfahrzeug, das mit acht bis zehn Rudern und mit einem Maſt verſehen iſt, der ein ſogenanntes lateini⸗ ſches Segel und vorn ein Stagſegel hat.

Spiegel, das platte Hintertheil eines Schiffes. Daher kann man von ſolchen Schif⸗ fen, die hinten rund gebaut ſind, nicht ſagen, daß ſie einen Spiegel haben.

Sprietſegel, ein viereckiges Segel, das mittels einer Stange, das Spriet genannt, querüber von unten nach oben ausgeſpannt wird. Man befeſtigt das eine Ende dieſer Stange unten an den Maſt, und das andere oben an die äußere Spitze des Segels.

Stag, ein dickes Tau, wodurch die Maſten und Stengen vorn feſtgehalten werden, dagegen ſie an beiden Seiten und hinten durch die Wandtaue ihre Befeſtigung er⸗ halten. d

Stagſegel, ein dreieckiges Segel, welches, mittels kleiner Tauringe oder hölzerner Reifen, an einem Stag aufgezogen wird.

Stagſegelnetz, ein über dem Bugſpriet ausgeſpanntes Netz, um das Vorſtenge⸗ Stagſegel, wenn es nicht aufgezogen iſt, darauf zu legen und daſelbſt zu befeſtigen.

Stänge oder Stenge, ſiehe Maſt.

Stapel, der gegen das Waſſer hin abhängige Platz eines Werfts, wo das Schiff während des Baues auf Blöcken ruht, die man Stapelblöcke nennt. In dieſem Sinne ſagt man: Ein Schiff befindet ſich auf dem Stapel. Es läuft vom Stapel, heißt: es wird von ſeiner Bauſtelle ins Waſſer hinab gelaſſen. Nicht alle Schiffe werden auf Stapeln, ſondern viele auf Hellingen erbaut.(Siehe Helling.)

Stauen,(die Frachtgüter) packen.

Steuer, ſo viel als Ruder, das Werkzeug, womit ein Schiff regiert wird. Es iſt aus mehren Stücken Holz zuſammengeſetzt. Das Hauptſtück beſteht aus einem Balken, der Pfoſten genannt, welcher mittels Haken am Hinterſteven des Schiffes hängt. Am untern Theile des Pfoſten iſt nach hinten zu ein anderes, wie ein Keil geſtalte⸗ tes und mit der Spitze nach oben gekehrtes Stück befeſtigt, woran ſich noch ein drit⸗ tes von ähnlicher Geſtalt anſchließt. Da dieſe beiden letzten Stücke beſtimmt ſind, das Steuer zu verbreitern und dadurch den Widerſtand, den es dem Waſſer leiſtet, zu vermehren, ſo haben ſie nicht die ganze Länge des Pfoſten, ſondern ragen nur etwas über die Oberfläche des Waſſers hervor. In dem obern Theile oder dem Kopfe des Pfoſten befindet ſich ein viereckiges Loch, worin die Ruderpinne, d. i. ein ſtarker Hebel von Eichenholz, ſteckt, die in das Schiff herein ragt, um das Ruder, ſo wie es nöthig iſt, damit hin und her zu drehen. Dies geſchieht, da das Ruder eine außerordentliche Gewalt hat, mittels einer Tallje oder eines Rades.

Steuerbord, die rechte Seite des Schiffs, wenn man darin von hinten nach vorn ſieht, im Gegenſatze des Backbords, welches die linke bezeichnet.

Steuermann, ein Offizier, der ſowohl theoretiſche als praktiſche Kenntniſſe von der Schifffahrt haben muß. Auf Kauffahrern iſt er der Nächſte nach dem Kapitän, und vertritt, wenn dieſer abweſend iſt, die Stelle desſelben. Auf Kriegsſchiffen

hat er einen niedrigern Rang.