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acht Tagen völlig hergeſtellt. Uebrigens kann ich die Theilnahme und Behilf⸗ lichkeit, welche mir die Malteſer während meiner Krankheit bewieſen, nicht ge⸗ nug rühmen.
Zu Anfange des April erhielt ich durch den öſtreichiſchen Conſul, Herrn Seiler, der mir ſchon mancherlei Gefälligkeiten erwieſen hatte, eine Gelegenheit zur Ueberfahrt nach Trieſt, und zwar auf einem nach Fiume gehörigen Schiffe. Den 5. begaben wir uns an Bord desſelben. Wir fanden dort noch andere Reiſende, einen Kaufmann aus Trieſt und zwei junge, von Rom, wo ſie ihre Studien vollendet hatten, zurückkehrende Geiſtliche; und bald darauf erſchien zu meinem großen Erſtaunen auch jener böhmiſche Arzt nebſt ſeiner Frau, einer Spanierin, mit welchen ich in Bona bekannt geworden war. Die Abfahrt des Schiffes wurde jedoch durch einen Rechtsſtreit, in welchen man den Kapitän verwickelt hatte, ſehr verzögert, ſo daß ſie erſt am 17. April erfolgte.
Dieſe Reiſe gehörte zu den unangenehmſten, die ich gemacht habe, und es war, als ob die Vorſehung beabſichtigte, mir das Seeleben, das mich bisher ſo ſehr angezogen hatte, zu verleiden und den Abſchied, den ich nun bald von dem⸗ ſelben nehmen ſollte, dadurch zu erleichtern. Schon die Beſchaffenheit des Schiffes erregte meinen Widerwillen. Es war eine kleine, ſchmutzige, über⸗ mäßig mit Waaren voll gepackte Brig. Auf dem vordern Theile des Verdecks befanden ſich Waſſerfäſſer und viel anderes Geräth, und auf dem hintern Anker⸗ taue, die gleichſam ein Bollwerk um den Eingang der Kajüte bildeten. In der kleinen Kajüte war der ganze Fußboden mit Ballen Saflor bedeckt, welche machten, daß man nicht aufrecht ſtehen konnte, und welche überdem einen wid⸗ rigen und ungeſunden Geruch verbreiteten; dennoch mußten wir in der Nacht darauf ſchlafen, und bei regnigem Wetter den ganzen Tag darauf zubringen. Aus Mangel an Platz konnten wir nichts als unſere Betten und einige Klei⸗ nigkeiten bei uns haben; die Koffer u. ſ. w. waren, vor der Abfahrt von Malta, mit der Ladung im Raume verſchloſſen worden, aus dem ſie erſt nach der An⸗ kunft in Trieſt wieder zum Vorſchein kamen. Nicht beſſer ſtand es um den Tiſch, den wir führten. Das Schiff war nicht ſonderlich mit Lebensmitteln verſehen; auch vermochte die kleine Küche nicht ſo viel warmes Eſſen zu liefern, um die verhältnißmäßig ſtarke Anzahl von Schiffsleuten und Reiſenden zu be⸗ friedigen. Daher mußte Schiffszwieback mit Zwiebeln, mit Sardellen oder Käſe das Beſte bei den Mahlzeiten thun; hierin beſtand auch an mehren Tagen, wo gar nicht gekocht wurde, die ganze Beköſtigung. Zum Getränk hatten wir ſauer gewordenen Wein und übelriechendes Waſſer; an Kaffee oder Thee war nicht zu denken. Unſer Mißvergnügen vermehrte noch die Mannſchaft, ein Ge⸗ miſch von Italiern und Dalmatiern, die fortwährend in Zank und Streit mit


