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auszupreſſen und dazu vorzubereiten, nicht hinreichend vorgeſchritten ſind, ſo wird kein vorzügliches Oel, und auch nicht in ſolcher Menge, als zu erwarten wäre, gewonnen. Man führt jährlich gegen 60,000 Centner davon aus, deren Werth einen großen Theil der Ausgaben für die fehlenden Bedürfniſſe deckt. Ein anderer Ausfuhrartikel von einiger Wichtigkeit iſt das Seeſalz. Es gibt an den Küſten drei große Lagunen, aus welchen, da ſie reich an Salz ſind, ehedem eine ungeheure Menge davon abgeſchlämmt wurde; jetzt verfertigt man höchſtens 200,000 Centner, weil deſſen ſtarker Abſatz nach Venedig auf⸗ gehört hat. Die übrigen Erzeugniſſe des Eilandes reichen für den Bedarf der Einwohner nicht hin. Getreide hat es nur auf vier oder fünf Monate, und muß das fehlende durch Zufuhr aus Albanien erſetzen. Das erbaute be⸗ ſteht in türkiſchem Weizen, in Roggen und Hirſe, welcher letztere ſowohl zu Brod als zu Brei verwendet wird. Gemüſe, wovon die meiſten Arten, vor⸗ züglich aber Spargel, Artiſchocken und Zwiebeln, vortrefflich gedeihen, werden faſt nur in der Nähe der Hauptſtadt gezogen. Der Wein iſt unſchmackhaft, dick und ungeſund; auch reicht er nur fünf Monate, obſchon die wohlhabenden Einwohner auf den Genuß desſelben gänzlich verzichten, und ſich mit Weinen aus andern Gegenden Griechenlands, oder mit italieniſchen, ſpaniſchen, dal⸗ matiſchen u. ſ. w. verſorgen. Ungeachtet alle Arten Fruchtbäume, hauptſäch⸗ lich Pomeranzen⸗, Zitronen⸗, Limonien⸗, Granaten⸗, Nuß⸗, Kaſtanien⸗, Jo⸗ bannisbrod⸗ und Feigenbäume, gut fortkommen, ſind doch nur ſo viele ange⸗ pflanzt, daß die Früchte ſpärlich hinreichen, um das Bedürfniß der Einwohner, beſonders zur Verfertigung der Liqueurs„zu befriedigen. Es gibt Lorbeer⸗ und Myrtenbäume, Wachholderſträucher, Aloöſtauden und viel aromatiſche Pflanzen, wovon jedoch kein Nutzen gezogen wird. Der Anbau von Handels⸗ gewächſen beſchränkt ſich auf etwas Flachs und Baumwolle. Einige Gegen⸗ den beſitzen kleine Gehölze, welche Platanen, Tannen, Fichten, Ahorn⸗ und Eichenbäume enthalten; die Früchte der letztern ſammelt man zum Verbrauch in den eigenen Gerbereien, ſo wie zur Ausfuhr nach Italien. Dieſe Gehölze ſind jedoch zu unbedeutend, um das erforderliche Bau⸗ und Brennholz zu liefern, das daher großen Theils aus der Fremde bezogen wird. Die Jagd beſchränkt ſich auf Haſen, Kaninchen und Vögel. Da die Inſel arm an Weide⸗ plätzen iſt, ſo halten die Einwohner, außer in der Hauptſtadt, wo man auch Pferde hat, blos Eſel zur Fortſchaffung der Laſten, und Schweine und Ziegen, welche letztere den nöthigen Käſe liefern. Das Schlachtvieh muß vom Feſt⸗ lande geholt werden. Hier und da treibt man Bienenzucht, jedoch ſehr nach⸗ läfſig, obgleich der Honig und das Wachs von vorzüglicher Güte ſind; und ungeachtet des guten Gedeihens weißer Maulbeerbäume denkt Niemand an
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