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Jahrhunderte 100,000 Mann von 25,000 Birmanen in die Flucht geſchlagen und auf derſelben vernichtet. Uebrigens läßt ſich die Feigheit des chineſiſchen Volks ſchon aus dem Umſtande erkennen, daß die Soldaten mit keiner andern Waffe, als mit Peitſchen Schildwache ſtehen. Man kann behaupten, daß ein Heer von 50,000 entſchloſſenen Europäern hinreichend iſt, ganz China mit ſeinen 150 Millionen Einwohnern zu unterjochen; und dieſes würde ſchon längſt von ſeinen Nachbarn zerſtückelt worden ſein, wenn es nicht, außer ſeiner 300 Meilen langen Mauer, an allen Seiten entweder vom Meere, von Sand⸗ wüſten, oder unzugänglichen Gebirgen begrenzt und geſchützt wäre. Auch ihre jetzige Revolution beweiſt gerade nicht das Gegentheil, da ſie nur gegeneinan⸗ der kämpfen. 3
Da es den Chineſen an Muth gebricht, ſo ſuchen ſie auf eine heim⸗ tückiſche Art Rache zu nehmen. Verſöhnlichkeit iſt ihnen eben ſo fremd, als Mitleid und Großmuth. Wohlthaten erweiſen ſie nie ohne Eigennutz, ſo wie ſie für empfangene nie wahre Dankbarkeit empfinden. Eine ihrer unglücklichſten Leidenſchaften iſt die grenzenloſe Eiferſucht, welche ſchon manchem unſchuldigen Weibe das Leben gekoſtet, und eine Reihe von Verbrechen nach ſich gezogen hat. Sie gründet ſich nicht nur auf das Mißtrauen, welches ſie in jeder Hinſicht gegen Andere hegen, ſondern hauptſächlich auch auf ihre wollüſtige Gemüthsart, die überdem nicht ſelten die unnatürlichſten Laſter erzeugt.
Bei dem allen benehmen ſich die Chineſen im Umgange mit Andern ſehr anſtändig, und zeigen Witz und gute Laune, aber auch kleinliche Neugierde, Eigenſinn und Hochmuth gegen Geringere. Den Geſetzen des Landes gemäß, ſind ſie voll umſtändlicher Höflichkeit. Die Art der Begrüßung iſt mannichfach, und richtet ſich nach der Verſchiedenheit der Stände. Die gewöhnlichſte beſteht darin, daß man die Hände geballt und über einander auf die Brnſt legt, dann mit einer Verneigung des Kopfes ſenkt, und endlich, ſie wieder aufhebend, lang⸗ ſam und feierlich„Sin! Sin!“ ſpricht. Um Vornehmen die gebührende Ach⸗ tung zu erweiſen, fallen die Geringern auf die Kniee. Zwei Freunde, die nach einer langen Trennung wieder zuſammen kommen, umarmen einander, und
knieen gemeinſchaftlich nieder, was ſie bisweilen neunmal wiederholen, bevor es zu Worten kommt. Niemand würde, ohne vollſtändig angekleidet zu ſein, ſeinen
Wirth und Gaſt wohl eine Viertelſtunde um die Ehre des Vorangehens, obſchon letzter jederzeit nachgeben muß. Nach dem Eintritt nimmt dieſer nicht eher auf einem Stuhle Platz, oder rührt die dargebotenen Erfriſchungen an, bis eine dreimalige Aufforderung an ihn ergangen iſt. Auch müſſen eine Menge vorge⸗ ſchriebener, nichts ſagender Redensarten gewechſelt werden, ehe das Geſpräͤch
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beßten Freund im Hauſe empfangen. An der Thür des Zimmers ſtreiten ſich
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