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Canton zum Gegenſtand ihres Gewerbfleißes machen, kann ich keine Bemerkungen mittheilen, weil ich nie Gelegenheit fand, mich davon zu unterrichten. Uebrigens wird dasjenige, was ich von den chineſiſchen Handwerkern geſagt habe, hin⸗ reichend beweiſen, daß ſie zwar im Ganzen den unſrigen an Fertigkeit nachſtehen, in vielen Stücken aber auch gleich kommen, und in einigen ſogar überlegen ſind. Was den Ackerbau betrifft, ſo konnte ich keine genaue Kenntniß davon erlangen, weil Spaziergänge außerhalb der Vorſtädte von Canton für den Eu⸗ ropäer mit Schwierigkeiten verknüpft ſind. Ich machte nur einen einzigen, und ſah dabei nichts, als daß auf den Reisfeldern die Landleute, tief im Schlamme wadend, bemüht waren, die nach der Ernte zurück gebliebenen Stoppeln unter die Erde zu bringen, wobei einige einen mit Ochſen, oder mit Büffeln beſpann⸗ ten Pflug, andere Hacken gebrauchten. Man lernt indeſſen die Sorgfalt, welche in China auf die Bearbeitung der Felder verwendet wird, ſchon in der Stadt kennen, weil nicht nur die oben erwähnten armen Leute den Unrath auf den
ſich mit der Bereitung des Düngers kunſtmäßig beſchäftigen. Letztere kaufen dasjenige, was erſtere zuſammengetragen, auf. Dahin gehören nicht nur der Koth und Urin von Menſchen und Thieren, der Abfall von Früchten, verfaultes Holz und alle Arten Aſche, ſondern auch Knochen, altes Pelzwerk, alte Schuhe, Lumpen, todte Thiere, abgeſchnittene Nägel, Bart⸗ und Kopfhaare u. m. a. Alle dieſe Dinge werden, nachdem man die im Urin nicht auflösbaren zu Aſche verbrannt hat, in ausgemauerte, mit Dächern überdeckte Behälter geſchüttet. Man pflegt ſie fleißig umzurühren und zu ſtampfen, bis endlich das Ganze auf⸗ gelöſt und einem dünnen Brei ähnlich iſt, was gewöhnlich den Zeitraum eines Jahres erfordert. Solcher Dünger wird in dichten Fäſſern an die Landleute verſendet, und theuer bezahlt. Es gibt aber auch wohlfeilern, den man zwar auf dieſelbe Weiſe behandelt, aber nicht ſo lange in den Gruben hält, daher er, wie der in Deutſchland gebräuchliche, erſt auf den Feldern die Fäulniß vollendet. Es iſt übrigens bekannt, daß die Chineſen zum Beſten des Ackerbaues unge⸗ heure Arbeiten unternehmen und ausführen. Oft tragen ſie ganze Berge ab, um den Boden zu verflächen, Sümpfe auszufüllen, oder fruchtbares Erdreich zu gewinnen. Ihre Anſtalten, das Land durch Kanäle zu bewäſſern, verdienen die größte Bewunderung. Da jedoch ihr unermüdlicher Fleiß von keinem Eifer, die Kenntniſſe durch Anſtellung neuer Verſuche zu erweitern, geleitet wird, ſon⸗ dern ſich blos auf die Ausübung längſt erworbener Fertigkeiten beſchränkt, ſo ſind ihnen noch viele Kunſtmittel fremd, dergleichen der europäiſche Landmann zur Vermehrung und Veredlung ſeiner Erzeugniſſe anwendet. So viſſen ſie z. B. nichts von dem Verſetzen, Beſchneiden und Pfropfen der Bäume.
Straßen und in den Häuſern unermüdet ſammeln, ſondern auch wohlhabende
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