Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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ohnehin den Chineſen an den erforderlichen Kokosnüſſen fehlt. Die Schmiede liefern keine ſehr dauerhafte Arbeit, weil ſie dieſelben mehr mit Hülfe der Hitze, als des Hammers verfertigen. Deſto geſchickter ſind die Arbeiter in Kupfer, Zinn und mehren zuſammengeſetzten Metallen, z. B. dem Packfong. Von ihren künſtlichen Erzeugniſſen, die ſehr mannichfaltig ſind, erwähne ich blos eine Art meſſingener Windbüchſen, welche die europäiſchen übertreffen. Die Seiden⸗ und Baumwollwebereien werden meiſtens von den Frauen betrieben, daher ſie ſich immer in den hinterſten, geheimen Theilen der Gebäude, und folglich außer dem Geſichtskreiſe des Europäers befinden. Ich bekam indeß eines Tages eine Seidenfabrik zu ſehen. Da aber die Weberinnen abweſend und ihre Stühle nicht im Gange waren, ſo blieb mir das Verfahren bei der Arbeit unbekannt. Der Bau der Stühle war äußerſt künſtlich, und ſchien auf ſehr verſchiedene Arbeiten berechnet. Uebrigens ſind die Seidenwaaren der Chineſen zu bekannt, als daß die Geſchicklichkeit der Verfertiger meines Rühmens bedürfte. Die chineſiſchen Färber liefern nichts Vorzügliches. Ihre Farben ſtehen, mit Aus⸗ nahme der ſchwarzen und violetten, welche bei der Nation die beliebteſten ſind, ſowohl in Hinſicht der Dauer, als der Schönheit weit hinter den indiſchen. Die Hutmacher verfertigen feinere und gröbere Hüte aus Bambus oder aus Reisſtroh. Mannshüte flechten ſie Anfangs wie Matten, und klopfen ſie nachher in der Mitte, ſo daß eine Art Trichter entſteht. Der Kopf zu Weiberhüten, welcher hoch iſt, wird über einer hölzernen Form gemacht. Die in Canton errichtete Glasfabrik bedarf noch mancher Verbeſſerung; die dortigen Spiegel kann man unſern ſchlechteſten nicht an die Seite ſtellen. Der Schuhmacher und Schneider habe ich ſchon oben gedacht; hier erwähne ich nur noch, daß er⸗ ſtere bei der Arbeit auf runden Seſſeln, und letztere mit untergeſchlagenen Beinen auf erhöhten Stellen zu ſitzen pflegen, ſo wie ihre Handwerksgenoſſen in Europa zu thun gewohnt waren und zum Theil noch thun. Die Barbiere beſitzen viel Geſchicklichkeit. Sie haben ſehr kleine, krumm gebogene Meſſer. Wenn ſie einem gemeinen Mann den Kopf ſcheren, ſo nehmen ſie dieſen zwiſchen die Beine. Es gibt auch beſondere Leute, welche die Naſe, die Ohren und Nägel reinigen, und letztere mit einem Werkzeuge, das dem Hobel gleicht, be⸗ ſchneiden. Zugleich verrichten ſie an denjenigen, die es verlangen, das Geſchäft, den ganzen Körper durch Reiben, Peitſchen u. ſ. w. zu erhitzen, wozu die Chi⸗ neſen, um Stockungen des Blutes zu verhüten, ſehr oft ihre Zuflucht nehmen. Dergleichen Leute ſind an einer Kette zu erkennen, welche mit verſchiedenen, zur Ausübung ihrer Kunſt gehörigen Werkzeugen über die Schultern hängt. Ueber die Verfertigung des Porzellans, des Firniſſes, Camphers und Alauns, des Puderzuckers, der Tuſche und vieler anderer Dinge, welche die Einwohner von