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So abgeſchmackt, wie die geographiſchen Begriffe, ſind auch die von den Him⸗ melskörpern. Schon drei Tage vor dem Eintritt einer Sonnenfinſterniß werden die Einwohner durch öffentliche Bekanntmachungen ermahnt, ihre Götzen anzu⸗ rufen und ihnen Opfer darzubringen, damit die Sonne von dem ſie bekämpfen⸗ den Ungeheuer nicht verſchlungen werde. Es iſt wahrſcheinlich, daß dies alles blos geſchieht um das gemeine Volk in ſeiner Unwiſſenheit zu erhalten, und daß die Gelehrten beſſer unterrichtet ſind; deſſen ungeachtet hat noch kein chineſiſcher Sternkundige die Fähigkeit bewieſen, eine Sonnen⸗ oder Mondfinſterniß ge⸗ hörig zu berechnen. Dies iſt auch der Umſtand, welcher den chriſtlichen Miſſio⸗ narien den Aufenthalt in Peking ſichert; denn man kann ſie zur Verfertigung eines richtigen Kalenders nicht entbehren. Ihnen liegt das Geſchäft ob, den aſtronomiſchen Theil desſelben auszuarbeiten. Die einheimiſchen Gelehrten liefern blos die aſtrologiſchen Zuſätze. Von ſolchen Sterndeutungen wimmeln die Kalender; bei jedem Tage ſind die Handlungen bemerkt, welche ſich an dem⸗ ſelben glücklich unternehmen laſſen, z. B. das Bauen, das Heirathen, die Hei⸗ lung verſchiedener Krankheiten u. ſ. w. Die Jahre zählt man in China nach der Regierung des Kaiſers, daher mit jedem eine neue Zeitrechnung beginnt. Das Jahr enthält zwölf Monate. Dieſe beſtehen theils aus dreißig, theils aus neun und zwanzig Tagen; die fehlenden eilf werden allemal im dritten Jahre eingeſchaltet, ſo daß dieſes dreizehn Monate hat.
Im Rechnen bedienen ſich die Chineſen, ſtatt der Zahlen, eines mecha⸗ niſchen Werkzeuges, das bei ihnen„Sjän⸗phun“ heißt. Es beſteht in einer hölzernen Tafel, welche, der Länge nach, in zwei Hälften durch eine Leiſte ge⸗ theilt iſt, die man mit mehr oder weniger, bisweilen 25 Querſtiften beſteckt, woran Rollen laufen. Letztere bedeuten auf der einen Seite 1, 10, 100 u. ſ. w., auf der andern fünfmal ſo viel, als die gegenüber befindlichen. Beim Rechnen werden die Rollen hin und her geſchoben. Dieſes Verfahren iſt beim Zuſam⸗ menzählen und Abziehen vortheilhaft, erſchwert aber jede andere Art zu rechnen. Zu Bruchrechnungen iſt es durchaus nicht geſchickt, daher auch die Chineſen ſich nie damit befaſſen. Verſtänden ſie mit Zahlen zu rechnen, ſo würden ſie das Geſchäft mit großer Leichtigkeit verrichten, weil ihr Maß, Gewicht und Geld nach Zehnteln abgetheilt ſind. Das Ellenmaß(Kubi) iſt ungefähr 15 Zoll lang, und enthält 10 Pann, ſo wie das Pann eine gleiche Anzahl Kandarin.
Die Elle wird im Handel blos zu Holz und gewebten Zeugen angewandt; bei⸗
allen übrigen Gegenſtänden geht es nach dem Gewicht, daher man auch kein Gefäßmaß gebraucht. Ein Pekul beträgt ungefähr 150 Pfund, und ein Katti den hundertſten Theil davon. Dies macht das ſchwere Gewicht aus. Das leichtere beſteht in dem Tel, welches der ſechzehnte Theil eines Katti iſt; es hält


