172 noͤver, als ob die ganze Flotte im Begriff ſei, in den Hafen zu ſegeln. Dieß geſchah bloß, um den Feind zu aͤngſtigen und ihm ſeine Munition verſchießen zu laſſen, womit er auch ziemlich verſchwenderiſch war, indem er haͤuſig Bomben warf. Die erſte von allen war ſo gut eingerichtet, daß ſie auf das Linienſchiff „der Royal York“ gefallen ſein, und es gewiß in Brand geſteckt haben wuͤrde, waͤre ſie nicht gerade uͤber den Maſten zerſprungen, wobei nicht einmal Je⸗ mand verwundet wurde. Es iſt mir aber nicht erin⸗ nerlich, daß nachher ein einziger Schuß ſeine Beſtimm⸗ ung erreicht haͤtte. Denn es iſt uͤberhaupt ſchwierig, ein ſegelndes Schiff mit Bomben zu treffen, weil es durch eine geringe Verſtaͤrkung oder Verminderung des Windes in ungleiche Bewegung geſetzt wird, und da⸗ her in dem Augenblick, wo die Kugel niederfaͤllt, nicht auf dem berechneten Standpunkte ſich befindet. Ueber⸗ dem verfolgten die Englaͤnder mit Argusaugen dieſe Feuerkugeln auf ihrem langen bogenfoͤrmigen Zuge, und wußten denſelben durch eine geſchickte Wendung mit dem Schiffe auszuweichen. Sie ſelbſt thaten, um das Pulver nicht unnoͤthiger Weiſe zu verſchießen, kei⸗ nen einzigen Schuß.
Nachdem wir auf ſolche Weiſe ungefaͤhr acht Tage gekreuzt hatten, ward eines Abends der erwartete Militaͤrtransport in der Ferne wahrgenommen. Zu gleicher Zeit erfuhr man durch einen an der Kuͤſte
uͤberraſchten Fiſcher, daß die franzoͤſiſchen Schiffe be⸗


