Teil eines Werkes 
4. Bändchen (1831) Reise von Nantes nach den Antillen, und dann nach Schottland, England und der Insel Walcheren : mit besonderer Hinsicht auf den Charakter und die Lebensart der Seeleute / T.F.M. Richter
Entstehung
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zigen Straße beinahe Stunden weit ſich hinzieht. Die hinterſte Reihe der Haͤuſer ſtoͤßt an einen hohen jaͤhen Felſen, waͤhrend die vorderſte dicht am Rande des Meeres liegt, was eine groͤßere Ausdehnung in die Breite durchaus verbietet. Dieſe Lage fuͤhrt man⸗ ches Unangenehme mit ſich. Der im Ruͤcken befind⸗ liche Felſen entzieht den Wind, und wirft dagegen die anprallenden Strahlen der Nachmittagſonne zuruͤck, wodurch die druͤckendſte Hitze entſteht. Die Getrennt⸗ heit der Einwohner und das ſchlechte Fortkommen auf der Straße, welche wegen ihrer Unebenheit kein Fuhr⸗ werk geſtattet, vergroͤßern das Uebel noch mehr. Deſſen ungeachtet und obſchon Fort⸗Royal, die ſpaͤter ange⸗ legte Hauptſtadt, in manchen Stuͤcken, beſonders in Hinſicht des Hafens, ein beſſeres Lokal darbietet, ſo wird doch St. Pierre von vielen Kaufleuten als Wohn⸗ ſitz vorgezogen, und behauptet daher an Betriebſamkeit und Wohlſtand das Uebergewicht. Der Hauptgrund hiervon ſcheint darin zu liegen, weil Oerter, wie Fort⸗ Royal, wo ſtarke militaͤriſche Poſten ſich befinden, je⸗ derzeit gewiſſen Einſchraͤnkungen der buͤrgerlichen Frei⸗ heit unterworfen ſind, die den Handel nicht beguͤn⸗ ſtigen.

Die Schiffe, welche St. Pierre beſuchen, muͤſſen in Ermangelung eines Hafens auf der Reede, d. i.

am offenen Geſtade, vor Anker liegen. Hier finden ſie

zwar in der groͤßten Haͤlfte des Jahres, weil der herr⸗

2 ſchende Oſtwind vom Lande herkommt, hinreichenden

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